Was tun bei ISG Beschwerden?-Hilfe bei ISG/SIG Schmerzen- Tipps vom Physiotherapeuten in St. Gallen bei Actiway

Was tun bei ISG / SIG Beschwerden? Tipps vom Physiotherapeuten in St. Gallen bei Actiway

Sicher haben Sie auch schon häufiger gehört, dass sich jemand das ISG (Iliosacrales Gelenk) blockiert oder ausgerenkt hat. Wissenschaftler haben in einer Zusammenfassung aus verschiedenen Studien der letzten Jahre nun zu bedenken gegeben, dass eine Blockade  des ISG sehr unwahrscheinlich ist. Somit ist auch die Manipulation oder das Lösen der Blockierung durch Therapeuten nicht erfolgsversprechend.

Die wissenschaftlichen Fakten über die Beweglichkeit des ISG oder SIG / Tipps vom Physiotherapeuten in St. Gallen bei Actiway

  • Das SIG ist grundsätzlich stabil! (Vleeming et al., 1990a,b; Snijders et al., 1993a).
 
 
  • Das SIG ist dafür gemacht, Kräfte zu übertragen (Kapandji, 1982; Gray and Williams, 1989) und kann unter normalen Bedingungen enorme Kompressionskräfte sicher weiterleiten! (Snijders et al., 1993a).
 
 
  • Im SIG findet kaum Bewegung statt: Ohne Gewichtsbelastung max. 2,5° (Sturesson et al., 1989; Brunner et al., 1991; Jacob and Kissling, 1995; Vleeming et al., 1992a,b, Kibsgard et al 2017), noch deutlich weniger unter Gewichtsbelastung (im Schnitt 0,2° Rotation, Sturesson et al., 2000)!
 
 
  • Bewegungen des SIGs können nicht reliabel durch manuelle Palpation erfasst werden, insbesondere nicht unter Gewichtsbelastung (Sturesson et al., 2000; van der Wurff et al., 2000a,b). Aufgrund seiner anatomischen Bauweise sind intraartikuläre Verschiebungen innerhalb des SIGs kaum möglich. Keine Studie, bei der ein valides Messsystem zum Einsatz kam, konnte je eine Fehlstellung des SIGs nachweisen – tatsächlich ist das Gegenteil der Fall (Tullberg et al., 1998)!
 
 
  • Veränderungen des Beckens, die klinisch zu beobachten sind, sind wahrscheinlich sekundäre Ergebnisse durch eine veränderte Muskelaktivierung und Zugbelastung und keine Stellungsveränderungen innerhalb des SIGs (Tullberg et al., 1998)!
 
 
  • Keine Studie mit einer validen Messmethodik hat jemals gezeigt, dass eine Beckenmanipulation die Position der Beckengelenke verändern kann (Tullberg et al., 1998) – eine Schmerzreduktion durch solche Verfahren ist das Ergebnis einer nozizeptiven Inhibition durch neuro-inhibitorische Faktoren oder einer veränderten muskulären Aktivierung (Wright, 1995; Pickar, 2002)!
 
 
  • Eine asymmetrische Laxität des SIGs (keine GRÖSSERE LAXITÄT) stand mit moderaten bis ausgeprägten Schmerzen bei Frauen mit schwangerschaftsassoziiertem Beckengürtelschmerz in Zusammenhang (Damen et al., 2001). Eine generelle Laxität ist nicht mit einem solchen Beckengürtelschmerz assoziiert (Damen et al., 2001)!
 
 
  • Wenn klinische Zeichen für einen reduzierten Kraftschluss sprechen (positiver ASLR), dann findet die vermehrte Bewegung an der Symphyse statt, nicht im SIG (Mens et al., 1999). Wahrscheinlich tragen Torsionskräfte, die im SIG auftreten zur SENSIBILISIERUNG von Gewebestrukturen bei!
 
 
  • Schmerzen am SIG können durch eine klinische Untersuchung diagnostiziert werden (Laslett et al., 2003; Young et al., 2003; Petersen et al., 2004; Laslett et al., 2005a,b). Dazu gehört Schmerz, primär im inferioren Sulcus des SIGs, positive Schmerzprovokationstests und die Abwesenheit von schmerzhaften LWS-Einschränkungen!
 
 
  • Das SIG verfügt über eine Palette an Muskeln, die über eine Kompression zu seiner Kontrolle beitragen (Kraftschluss) , so die Beckenstabilität (höhere Stiffness) steigern und damit eine effektive Kraftübertragung über das Becken ermöglichen (Vleeming et al., 1990a,b, 1995; Snijders et al., 1993a,b; ; Snijders et al., 1998; Damen et al., 2002; Richardson et al., 2002; O’Sullivan et al., 2002a; Pool-Goudzwaard et al., 2004; van Wingerden et al., 2004; Mens et al., 2006; Snijders et al., 2006)!
 
 
  • SIG-Problematiken können sowohl mit exzessiver als auch reduzierter motorischer Aktivierung der lumbo-pelvikalen Muskulatur in Verbindung stehen (O’Sullivan et al., 2002a; Hungerford et al., 2003; Pool-Goudzwaard et al., 2005; O’Sullivan und Beales 2007)!

Fazit:

Aus diesen Untersuchungen geht hervor, dass ISG Beschwerden eher ein Problem der muskulären Kontrolle oder aber der Lendenwirbeläule sind. Eine entsprechende Untersuchung und spezifische aktive Bewegungtherapie sollte bei diesen Beschwerden angewendet werden.  Für Weitere Informationen sind wir bei der Physiotherapie Actiway in St. Gallen gerne für Sie da.

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