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Verlauf der Krankheit Multiple Sklerose – wie kann man Multiple Sklerose feststellen? Physiotherapeutische Behandlung Multiple Sklerose

Verlauf der Krankheit Multiple Sklerose – wie kann man Multiple Sklerose feststellen? Physiotherapeutische Behandlung Multiple Sklerose

Was ist die Multiple Sklerose ?

Die Multiple Sklerose (Encephalomyelitisdisseminata) ist eine autoimmune, chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark). Aufgrund ihrer zahlreichen Symptome sowie unterschiedlichen Verlaufsformen wird sie auch als die «Krankheit mit den tausend Gesichtern» bezeichnet.

Wie häufig erkranken Menschen an Multipler Sklerose und wer ist am meisten betroffen?

Multiple Sklerose (MS) ist die am weitesten verbreitete chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS) in Mitteleuropa. Frauen sind ungefähr doppelt so häufig betroffen wie Männer. In der Schweiz sind rund 10.000 – 15.000 Menschen erkrankt.

Wie funktioniert unser Nervensystem und was passiert wenn es geschädigt wird?

Das zentrale Nervensystem ist Sitz unserer Motorik. Es verarbeitet und koordiniert körperliche Reize. Von hier aus werden unsere willentlichen und automatisierten Bewegungen gesteuert. Es reagiert gezielt auf die uns umgebenden Umweltbedingungen. Wird das Nervensystem angegriffen, kommt es zum Ausfall oder Verlangsamung körperlicher Funktionen. Eine Vielzahl an Krankheitszeichen können entstehen.

Wie wird die Multiple Sklerose behandelt?

Bisher kann keine Therapie eine Multiple Sklerose heilen. Dank medikamentöser Immuntherapie und physiotherapeutischer Behandlung lassen sich die körperlichen Funktionen länger erhalten, die Fortbewegung verbessern und dadurch die Lebensqualität deutlich steigern.

Was passiert im Körper

Im Zentralen Nervensystem kommt es zu entzündlichen Schädigungen. Das eigene Immunsystem greift die Leitungsbahnen und Nervenzellen an und die Leitungsschicht der Nervenfasern (Myelinhülle) und der Nerv werden geschädigt. Die Ursachen sind trotz zahlreicher Forschung noch nicht endgültig geklärt.

Verlauf der Krankheit Multiple Sklerose – wie kann man Multiple Sklerose feststellen? Physiotherapeutische Behandlung Multiple Sklerose

Abbildung 1: Schematische Darstellung nach der Schweizerischen Multiplen Sklerose Gesellschaft, abgerufen am 25.03.2020

Verlauf der Krankheit Multiple Sklerose – wie kann man Multiple Sklerose feststellen? Physiotherapeutische Behandlung Multiple Sklerose

Wer kann an MS erkranken?

Grundsätzlich kann jeder Mensch an MS erkranken. Derzeit geht die Forschung von einer vielseitigen Entstehung aus, was bedeutet, dass die Erkrankung sowohl von genetischen, als auch von Umweltfaktoren abhängt. Genetisch heisst, dass bestimmte Merkmale vererbt werden können. Bei 20 % der an MS erkrankten Patienten, die an der Multiplen Sklerose erkrankt sind, zeigen sich familiäre Häufungen. Als mögliche auslösende Umweltfaktoren werden Infektionen, geringe Sonnenbestrahlung, Vitamin D-Mangel, Gifte, Zigarettenkonsum sowie physischer und psychischer Stress diskutiert.

Wann tritt Multiple Sklerose auf?

Die meisten Betroffenen erkranken zwischen 20 – 40 Jahren. Der Erkrankungsgipfel liegt bei 30 Jahren. Bis zu 10 % der Patienten entwickeln Multiple Sklerose auch schon im Kindesalter und sehr selten tritt die Krankheit in einem Alter über 40 Jahren auf.

Welche Krankheitszeichen zeigen sich?

Die häufigsten Erstsymptome sind Sehstörungen, Gangschwierigkeiten mit belastungsabhängiger Schwäche der Beine und Störungen der Sensibilität wie Kribbeln, Taubheit oder «Ameisenlaufen».

Es können aber auch andere Krankheitszeichen auftreten wie:

  • Gleichgewichtsstörungen
  • Lähmungen an den Beinen und/oder Armen
  • Muskelschwäche
  • Muskelsteife (Spastik)
  • Schmerzen
  • Blasen- und Darmstörungen
  • Müdigkeit (Fatigue)
  • Konzentrationsschwäche
  • Sprech- und Schluckstörungen
  • Sexuelle Funktionsstörungen
  • Depressionen

Diese Symptome können gleichzeitig oder einzeln auftreten.

Wie verläuft die Erkrankung?

Der Verlauf der Erkrankung wird in vier Formen unterschieden. Es gibt den schubförmigen Verlauf (a), dieser zeigt sich bei 80 % der Erkrankten. Weiter gibt es den schubförmig fortschreitenden Verlauf (b), den primär chronisch fortschreitenden Verlauf (c) und den sekundär fortschreitenden Verlauf (d).

Verlauf der Krankheit Multiple Sklerose - wie kann man Multiple Sklerose feststellen? Physiotherapeutische Behandlung Multiple Sklerose
Verlauf der Krankheit Multiple Sklerose – wie kann man Multiple Sklerose feststellen? Physiotherapeutische Behandlung Multiple Sklerose

Abbildung 2: Schematische Darstellung nach Hoffmann, S. et al (2009, S. 16)

Wie verläuft der schubförmige Verlauf ?

Es kommt zu zeitlich begrenzten Funktionsausfällen, meist dauert es 6 – 8 Wochen.

Was passiert beim schubförmig fortschreitenden Verlauf ?

Die schubförmigen Funktionsausfälle, bilden sich nicht mehr vollständig zurück. Dadurch entstehen im Verlauf der Zeit immer mehr körperliche Beeinträchtigungen.

Wie verläuft der primär chronisch fortschreitende Verlauf ?

Der Grad an Behinderung nimmt nach Krankheitsbeginn immer mehr zu und bleibt bestehen.

Was ist der sekundär fortschreitende Verlauf ?

Nach anfänglichen Schüben nehmen die Beschwerden kontinuierlich zu.

Wie wird MS diagnostiziert?

Bei Verdacht ist eine Vorstellung bei einem Facharzt (Neurologe) notwendig. Dieser führt eine genaue Anamnese sowie verschiedene neurologische Untersuchungen durch. Dazu gehören die Testung der Funktion der Augen, der Hirnnerven, des Berührungs-, Temperatur- und Tastempfindens sowie eine Untersuchung der Schmerzen. Ebenso werden die Muskelkraft und Muskelspannung getestet sowie die vegetativen Funktionen (Blase, Mastdarm, Sexualorgane). Als weiteres Diagnosemittel zählt die Magnetresonanztomographie (MRI), welche die geschädigten Stellen im Nervensystem aufzeigen kann. Auch eine Lumbalpunktion kann zur Diagnose genutzt werden. Hier wird Liquor (Flüssigkeit aus dem Rückenmark) untersucht. Auch wird Blut abgenommen und diverse Laboruntersuchungen durchgeführt. Eine Diagnosestellung kann bis zu 4 Jahre dauern. Das MRI wird auch zur Kontrolle des Verlaufs verwendet . Hieraus wird ersichtlich, ob es zu weiteren Schädigungen des Nervensystems gekommen ist.

Wie kann die Multiples Sklerose behandelt werden?

Bei der MS kommt eine vom Neurologen verschriebene und angepasste medikamentöse Therapie zum Einsatz und wird durch zielgerichtete Physiotherapie ergänzt. Im Fall von auftretenden Depressionen kann ein Psychiater oder Psychologe hinzugezogen werden. In sehr schwerwiegenden Fällen erhalten Patienten auch häusliche Unterstützung von Pflegekräften.

Und was macht man in der Physiotherapie?

In der Physiotherapie geht es zu Beginn darum, ein klinisches Bild von den motorischen Fähigkeiten des Patienten zu bekommen. Es finden ein ausführliches Gespräch, Gelenk- und Kraftmessungen sowie funktionelle und neurologische Tests statt. Anhand dieser Testergebnisse wird die Therapie geplant mit dem Ziel, die Lebensqualität und Selbstständigkeit zu erhalten. Im Zentrum stehen die Schmerzlinderung und Erhaltung der Bewegungsmuster.

Was sind Bewegungsmuster?

Alltägliche Bewegungen sollen erhalten und neue Bewegungsabläufe erlernt werden. Hierzu zählen unter anderem:

  • aufstehen/hinsetzen
  • gehen
  • knien
  • stehen
  • Treppe laufen
  • sich nach unten bücken, um die Schuhe zu binden/Socken anzuziehen
  • sich im Bett drehen
  • Gegenstände aus dem Schrank holen

Was sind weitere Therapieinhalte?

39 % der MS Patienten leiden unter Rückenbeschwerden. Daher werden die Aufrichtung und Haltung der Wirbelsäule geübt. Das ist für alle Aktivitäten des täglichen Lebens wichtig und schützt vor vielen Arten von Verletzungen.

Worauf legen wir bei Actiway besonderen Wert ?

Zu Beginn der Therapie werden Ausgangsstellungen vermieden, die der Patient noch nicht beherrscht, um dann schrittweise die Fähigkeiten auszubauen. Das Erarbeiten neuer körperlicher Funktionen ist Trainig für das Gehirn. Zum Beispiel kann beim Gehen ein Gelenk in seiner Beweglichkeit eingeschränkt oder die Gangphasen können verändert sein. Hier gilt es nun die spezifische Bewegung ganzheitlich zu verbessern. Beim Üben werden daher sowohl die Gelenkbeweglichkeit verbessert als auch schrittweise die betroffene Gangphase optimiert. Damit kommt es langfristig zu einem gesunden Gangbild und die Beweglichkeit bleibt durch Nutzung erhalten. Die Übungen sollten selbstständig zuhause fortgesetzt werden, da unser Gehirn ständige Wiederholungen benötigt, um neue Abläufe und Muster zu automatisieren.

Physiotherapie – Orthopädie – Neurologie – Geriatrie – St. Gallen – Actiway

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Die Physiotherapeuten von Actiway helfen Ihnen das Bewegungsvokabular zu erweitern.

Literaturverzeichnis:

Hoffmann, S. et al.: Multiple Sklerose: Epidemiologie … ISSN 1861- 6704 Prakt. Arb.med. 2009; 17: 12-18

Kesselring, J.: Multiple Sklerose ; ASA | SVV Medinfo 2010/1 Neurologie : 28-43

Henze, T.: Symptomatische Therapie der Multiplen Sklerose; psychoneuro 2004; 30 (7): 393–400

Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Leitlinien für Diagnostik und Therapie in derNeurologie, 2014, AWMF-Registernummer: 030/050

Websiten:

Schweizerische Multiple Sklerose Gesellschaft, aufgerufen am 25.03.2020;

https://www.multiplesklerose.ch/de/ueber-ms/multiple-sklerose/diagnose/#a_magnetresonanz-tomographie-mri

Amboss.com; aufgerufen am 24.03.2020; https://www.amboss.com/de/wissen/Multiple_Sklerose

Flexion, Doccheck.com; aufgerufen am 24.03.2020;

https://flexikon.doccheck.com/de/Zentralnervensystem

Abbildungsverzeichnis:

Abbildung 1: Schweizerische Multiple Sklerose Gesellschaft, aufgerufen am 25.03.2020; https://www.multiplesklerose.ch/fileadmin/_processed_/2/2/csm_grafik_ms_nervenschaden_d_6f893e60c2.jpg

Abbildung 2: Schematische Darstellung nach Hoffmann, S. et al (2009, S. 16)

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Muskelverletzung Erste Hilfe – Wie erkennt man eine Muskelverletzung? Tipps vom Physiotherapeuten St. Gallen

Allgemeine Übersicht von Muskelverletzungen

Muskelverletzung Erste Hilfe – Wie erkennt man eine Muskelverletzung? Tipps vom Physiotherapeuten St. Gallen

Wie häufig und bei wem treten Muskelverletzungen auf?

Muskelverletzungen der Skelettmuskulatur sind weit verbreitet, besonders bei Menschen, die aktiv sind ca. 55 % der Sportverletzungen sind Schädigungen des Muskels.

Wie entsteht eine Muskelverletzung?

Dabei handelt es sich um ein Missverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit. Das heisst, dass der Muskel über einen bestimmten Zeitraum mehr beansprucht wird als er es gewöhnt ist. Die Belastung kann kurze Zeit (exzessiv) oder über einen längeren Zeitraum (chronisch) erfolgen. Durch dieses Ungleichgewicht können Muskelfasern überdehnt und gezerrt werden oder sogar reissen. Besonders anfällig sind dabei Muskeln, die unkoordiniert arbeiten sowie bereits vorgeschädigtes Gewebe. Auch äussere Einflüsse, wie andere Personen oder Hindernisse, können auf das Muskelgewebe einwirken und Verletzungen wie Prellungen hervorrufen. Ebenso sind Schnittverletzungen möglich, jedoch sehr viel seltener. Wir zeigen Ihnen in unserem Beitrag wie Sie mögliche Muskelverletzungen erkennen und behandeln können.

Muskelverletzung Erste Hilfe – Wie erkennt man eine Muskelverletzung? Tipps vom Physiotherapeuten St. Gallen
Muskelverletzung Erste Hilfe – Wie erkennt man eine Muskelverletzung? Tipps vom Physiotherapeuten St. Gallen

Muskelverletzung Erste Hilfe – Wie erkennt man eine Muskelverletzung

Wenn ein Muskel verletzt ist, kommt es vor allem darauf an, dass er so schnell wie möglich richtig behandelt wird. Denn mit der richtigen Behandlung kann die Rehabilitationszeit beschleunigt und die Heilungszeit verkürzt werden.

Was genau sind Skelettmuskeln?

Skelettmuskeln befinden sich überall in unserem Körper und ermöglichen Bewegung und Fortbewegung. Insgesamt sind es ca. 650 Muskeln, die sich in ihrer Länge, Stärke und Funktion unterscheiden. Umhüllt wird jeder Muskel durch mehrere Bindegewebsschichten, in denen die Nerven und Blutgefässe zu finden sind. In deren Mitte befinden sich die Muskelfasern, die sich kontrahieren können. Die äussere Bindegewebshülle bildet den Ansatz und den Ursprung des Muskels, die sogenannte Sehne. Die Länge der Muskelfasern variiert von wenigen Millimetern (Musculus stapedius) bis zu 50 cm (Musculus sartorius). Durch die passive Stabilität des Bindegewebes werden die einzelnen Kontraktionen der Muskelfasern in eine grosse Kontraktion umgesetzt. Das Bindegewebe setzt am Knochen an und überträgt die Kraft des Muskels auf den Knochen, sodass Bewegung entsteht.

Welche Verletzungsmechanismen gibt es ?

Muskelverletzungen können viele Ursachen haben, allen voran das Missverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit. Die Reaktionen im Muskel sind zu über 90 % Zerrungen/ Überdehnungen und Prellungen. Ist die Belastung noch intensiver, kann es zu Muskelfaser-, Muskelbündel- und auch zum kompletten -Muskelriss kommen. Ebenfalls können Muskeln durch Schnittverletzungen von spitzen Gegenständen verletzt werden. Prellungen sind dabei häufig im Kampfsport zu finden und resultieren aus stumpfen Gewalteinwirkungen wie Tritten, Schlägen oder Stössen. Zerrungen/Überdehnungen entstehen durch übermässige, dem Gewebe unbekannte Dehnungen des Muskels, z. B. durch plötzliche exzessive (z. B. Sprint), sehr lange (z. B. Ausdauersport) oder chronische Überlastungen oder durch Muskeldiskoordinationen. Muskeldiskoordination beschreibt Vorgänge, bei denen ein unkoordiniertes Zusammenspiel zwischen Muskel und Nerv stattfindet. Meistens zeigen sich die Überdehnungen und Faserrisse am Übergang des Muskels zur Sehne.

Welche Muskeln sind am meisten betroffen?

Besonders häufig betroffen sind mit 92 % die Muskeln der unteren Extremität: Vor allem die hinteren Oberschenkelmuskeln 37 %, die innseitigen Oberschenkelmuskeln, der vordere Oberschenkelmuskel 23 % und die Wadenmuskulatur 13 %.

Kann eine Muskelverletzung zu lang andauernden Beschwerden führen?

Chronische Muskelverletzungen treten vor allem bei Erwachsenen und Ausdauersportlern auf und entstehen häufig durch immer wieder eintretende Mikroverletzungen oder Überlastungen. Häufig betroffen sind dabei die Muskeln der Oberschenkelinnenseite, die der Oberschenkelrückseite oder auch Muskeln des Nackens und Rückens.

Wie erkennt man eine Muskelverletzung?

Was spüren die Betroffenen und wie werden die Verletzungen von Therapeuten und Ärzten diagnostiziert?

Die meisten Betroffenen berichten von Schmerzen in dem Muskel, einer Verhärtung oder allgemeinen Festigkeit eines Muskels oder auch von starkem Muskelkater. Diese Schmerzen können sich direkt nach der Beanspruchung oder 1 – 2 Tage später bemerkbar machen.

Wie erkennt man eine Muskelverletzung?
Muskelverletzung Erste Hilfe

Zur Abklärung der Schmerzen, wird mit dem Therapeut/ Arzt besprochen wie es zur Verletzung gekommen ist. Der verletzte Muskelabschnitt wird angeschaut, um eventuelle Schwellungen, Blutergüsse oder Verformungen zu erkennen. Auch wird die verletzte Struktur abgetastet. Zusätzlich werden Muskeltests mit und ohne Widerstand, Funktionstests sowie eine Umfangsmessung durchgeführt. Reicht die klinische Begutachtung nicht aus, kann auch ein Ultraschall oder ein MRI (Magnetresonanztomographie) durchgeführt werden.

Einteilung des Verletzungsgrads am Muskel nach Jarvinen:

Je nach Untersuchung wird die Verletzung in 3 Grade eingeteilt.

VerletzungsgradeGrad 1Grad 2Grad 3
In der Untersuchung feststellbarFortsetzung der Bewegung möglich, minimale Kraftminderung, geringer Schmerz, geringe SchwellungFortsetzung der Bewegung möglich, deutliche Kraftminderung, deutlicher Schmerz deutliche Schwellung  Immobilisation/keine Bewegung möglich,     deutlicher Schmerz deutliche Schwellung
Klinische DefinitionMuskelzerrung/Prel-lung, Riss einiger MuskelfasernRiss mehrere MuskelfasernMuskelriss

Wie lange dauert die Heilung der Muskelverletzung ?

Wie die meisten Gewebe des Körpers läuft auch die Heilung der Muskelzelle in drei Phasen ab:

Heilungsphasen vereinfacht:

  • Entzündungsphase 1- 4 Tage: Hier wird der Heilungsprozess eingeleitet und mögliche Keime werden abgewehrt.
  • Proliferationsphase 5 – 14 Tage: Hier wird nun ein Narbengewebe hergestellt sowie Blutgefässe neu gebildet.
  • Remodelierungsphase ab 14 Tagen: Hier wird das provisorische in das definitive Muskelgewebe umgebaut und die Fasern richten sich nach der Beanspruchung aus.

Abhängig ist die Wundheilung vom Ausmass der Verletzung, dem Alter, dem Gesundheitszustand, der Ernährung und natürlich von der richtigen Behandlung mit den richtigen Belastungsreizen.

Mit folgenden Heilungszeiten kann gerechnet werden:

VerletzungsgradGrad 1Grad 2Grad 3
Ungefähre Heilungszeit2 – 8 Wochen2 – 4 Monaten9 – 12 Monaten

Und was kann man zur Unterstützung der Heilung der Muskelverletzung tun?

Entzündungsphase/Erstmassnahmen:

Bei der akuten Verletzung sollte die Therapie nach der PECH-Regel erfolgen; dabei steht „P“ für Pause, „E“ für Eis, „C“ für Kompression und „H“ für hochlagern. Die Immobilisation, also die Pause, soll bei Faserrissen das sich Zurückziehen der einzelnen Fasern verhindern. Das Eis wird zusammen mit der Kompression direkt nach Trauma, oder zumindest in der ersten Stunde und für ca. 15 – 20 Minuten, angewendet. Dabei sollte das Eis laut Literatur nur moderate Kälte haben, das heisst, ein mit kaltem Wasser getränktes Handtuch, ein Kältespray oder ein Verband mit kühlender Flüssigkeit ist ideal.

Diese Erstmassnahmen nach der PECH-Regel sollten bei allen Graden der Verletzung stattfinden. Liegt eine Verletzung mit Grad 1 vor, muss keine Ruhigstellung stattfinden.

Ab Grad 2 wird jedoch zu folgendem Schema geraten:

Der Muskel sollte für 3 Tage nicht aktiv bewegt oder gedehnt werden. Es sollte entlastet werden z.B mit Handstöcken. Je nach Ausmass der Verletzung und Anweisung des Arztes / Therapeuten kann nach 3-10 Tagen wieder mehr belastet und bewegt werden.

Die Therapie sollte am besten direkt nach der Verletzung beginnen. Es wird für 3 – 6 Tage ein Tapeverband angelegt, der die Stabilität des Muskels verstärkt und somit die Heilung unterstützt. Ab dem 3. Tag kann mit leichten Dehnreizen und Bewegungsübungen begonnen werden. Dabei ist die Schmerzfreiheit sehr wichtig. Man beginnt mit statischen Muskelkontraktionen. Bei statischen Muskelaktivitäten wird der Muskel angespannt, es findet aber keine Bewegung des Gelenkes statt.

Wie erkennt man eine Muskelverletzung?

Proliferationsphase:

In der Proliferationsphase ist ein Training mit Anspannung und Verlängerung des Muskels optimal. Häufig wird auch mit anderen Muskelgruppen gearbeitet, um Funktionen zu optimieren und zu üben.

Remodelierungsphase:

Zum Ende des Rehabilitationsprozesses kann dann auch mit dynamischem Training begonnen werden.

Wichtig ist auch zu analysieren, wie die Verletzung zustande kam. Dementsprechend sind neue Bewegungsabläufe zu erlernen. Hierbei können wir Sie in der Physiotherapie Praxis Actiway aktiv unterstützen.

Wann kann man wieder Sport machen nach einer Muskelverletzung?

Bei uns werden funktionelle Tests wie der Return to Activity Algorithmus als Entscheidungshilfe für die Rehabilitation eingesetzt. Bevor wir diese Tests durchführen, sollten Sie keine Schmerzen, volle Beweglichkeit und ausreichend Kraft haben. Dies wird in der Therapie ermittelt.

Muss bei einer Muskelverletzung eine Operation durchgeführt werden?

Bei sehr schweren Muskelrissen muss eine Operation durchgeführt werden. Dies macht man wenn der Muskel zur Hälfte gerissen ist. Auch wenn schwere Blutungen im Muskelgewebe entstehen, müssen diese operativ entfernt werden. Es kann auch zu Muskelveränderungen kommen, bei denen sich Knochen oder Knorpelzellen im Muskel ansammeln ( Myositis ossificans). Auch diese müssen häufig operativ versorgt werden.

Was sind mögliche Komplikationen von Muskelverletzungen?

Eine Komplikation ist, wie oben schon genannt, die Myositis ossificans. Falls 10 – 12 Tage nach der Verletzung noch starke Schmerzen bestehen, sollte das ärztlich abgeklärt werden. Ebenfalls können Heilungsverzögerungen durch Minimuskelrisse oder wiederholte Verletzungen im Muskel durch falsche oder zu frühe Belastung entstehen.

Kann man etwas zur Vorbeugung einer Muskelverletzung tun?

Die beste Vorbeugung von Muskelverletzungen ist das gezielte, effektive Training aller Muskelketten und der entsprechnenden Bewegunsabläufe, um mögliche Muskeldiskoordinationen zu vermeiden. Experten stellten fest, dass besonders eine stabile Lenden-Becken-Hüftregion Muskelverletzungen der unteren Extremität verhindern kann.

Wir bei Actiway helfen Ihnen gerne bei Muskelverletzungen. Ebenso zeigen wir Ihnen Übungen zur Vorbeugung von Verletzungen. Wir üben gezielt und aktiv, damit Sie möglichst unverletzt und beschwerdefrei durch den Alltag  gehen.

Literaturverzeichnis:

M. Kieb, O. Lorbach, M. Engelhardt „Muskelverletzungen: Diagnostik und Behandlungen“ erschienen im Orthopäde 2010 · 39:1098–1107; Springer Verlag; DOI 10.1007/s00132-010-1693-2

Müller-Wohlfahrt, Ueblacker, Hänsel, „Muskelverletzungen im Sport“ (ISBN 9783131467522), Georg Thieme Verlag KG

F. Mauch, R. Best, G. Bauer „Aktuelle Behandlungskonzepte bei Muskelverletzungen“ erschienen im Unfallchirurg 2013 · 116:488–496; Springer Verlag DOI 10.1007/s00113-013-2372-7

https://www.allgemeinarzt-online.de/home/a/so-heilen-gerissene-muskeln-1563244: abgerufen am 21.03.2020

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Wie erkenne ich frühzeitig einen Schlaganfall? Präventionsmassnahmen Schlaganfall – Wie kann ich einen Schlaganfall vorbeugen?

Wie erkenne ich frühzeitig einen Schlaganfall? Präventionsmassnahmen Schlaganfall – Wie kann ich einen Schlaganfall vorbeugen? Wir von der Physiotherapiepraxis Actiway haben für Sie in diesem Blogeintrag den aktuellen wissenschaftlichen Stand, erste Hilfemassnahmen und mögliche Präventionsmassnahmen dazu zusammengetragen.

Schlaganfall ist gemäss der WHO die zweithäufigste Todesursache und eine der häufigsten Ursachen für bleibende Behinderungen. In Europa erleiden jährlich mehr als eine Million Menschen einen Schlaganfall. Da die Bevölkerung immer älter wird, wird angenommen, dass diese Zahl bis 2025 noch bis auf 1.5 Millionen ansteigen wird. Aus diesen Zahlen wird ersichtlich, dass Schlaganfall ein grosses Thema in der heutigen Gesellschaft darstellt.

Wie erkenne ich frühzeitig einen Schlaganfall? Präventionsmassnahmen Schlaganfall - Wie kann ich einen Schlaganfall vorbeugen?
Wie erkenne ich frühzeitig einen Schlaganfall? Präventionsmassnahmen Schlaganfall – Wie kann ich einen Schlaganfall vorbeugen?

Wie erkenne ich frühzeitig einen Schlaganfall? Präventionsmaßnahmen Schlaganfall – Wie kann ich einen Schlaganfall vorbeugen?

Bei einem Schlaganfall kommt es zu einer Störung der Durchblutung im Gehirn. Als Folge dieser Durchblutungsstörung sterben Nervenzellen aufgrund von Sauerstoff- und Nährstoffmangel ab.

Ein Schlaganfall (auch GehirnschlagHirnschlagApoplexie,[1]zerebraler Insultapoplektischer InsultApoplexia cerebriIctus apoplecticus, veraltet Schlagfluss, umgangssprachlich Schlag, in der medizinischen Umgangssprache häufig auch Apoplex oder Insult) ist eine plötzlich („schlagartig“) auftretende zerebrovaskuläre Erkrankung des Gehirns, die oft zu einem länger anhaltenden Ausfall von Funktionen des Zentralnervensystems führt und durch kritische Störungen der Blutversorgung des Gehirns verursacht wird.

Risikofaktoren

Die Risikofaktoren unterteilt man in modifizierbare (beeinflussbare) und nicht modifizierbare (nicht zu beeinflussende) Faktoren. Während das Alter, das Geschlecht, die familiäre Vorgeschichte und die ethnische Zugehörigkeit zu den nicht modifizierbaren Faktoren zählen, zählen Hypertonie (Bluthochdruck), ungesunde Ernährung, Rauchen und körperliche Inaktivität zu den modifizierbaren Faktoren.

Symptome

Die Symptome eines Schlaganfalls hängen vom betroffenen Gebiet des Gehirns ab [7]. Damit Sie einen Schlaganfall schnell erkennen hilft die Abkürzung „BE FAST“, welche sich unter anderem aus den ersten Buchstaben der häufigsten Symptome zusammensetzt.

Das „BE FAST“-Konzept – Wie erkenne ich frühzeitig einen Schlaganfall?

Balance Issues

Es kann zu Dreh- und Schwankschwindel kommen, welcher auch die Stand- und Gangsicherheit beeinträchtigen kann.

Eyes

Es kann auch zu Symptomen der Augen kommen. Beispielsweise zu Sehbeeinträchtigungen auf einem Auge oder zu Doppelbildern.

Face

Ebenfalls kann es zu Lähmung oder einem Gefühlsverlust einer Gesichtshälfte kommen.

Arms

Lähmung und/oder Gefühlsstörung einer oder mehrerer Körperregionen (Gesicht, Arme, Beine, Rumpf) können ebenfalls vorkommen. Meistens ist lediglich eine Körperseite davon betroffen.

Speech

Schwierigkeiten bei der Aussprache oder beim Verständnis.

Time

Wenn die vorhergehenden Symptome festgestellt werden, dann sollte unverzüglich der Rettungsdienst gerufen werden.

Erste Hilfe

Mit jeder Minute eines unbehandelten Schlaganfalls sterben rund zwei Millionen Nervenzellen im Gehirn ab. Deshalb gilt der Satz „time is brain“, übersetzt „Zeit ist Hirn“. Im Folgenden sind die erste Hilfe Massnahmen aufgelistet.

  • Bei Verdacht auf Schlaganfall sollte schnellstmöglich der Rettungsdienst alarmiert werden. Am Telefon sollte man den Verdacht schildern und die weiteren Fragen der Leitstelle beantworten.
  • Bis der Rettungsdienst eintrifft sollte man den Betroffenen nicht allein lassen, ihn beobachten und beruhigen.
  • Beengende Kleidung sollte man gegebenenfalls lockern und Zahnprothesen entfernen.
  • Weil das Schlucken des Betroffenen eventuell gestört sein könnte, sollte man ihm kein Essen oder Trinken anbieten.
  • Man sollte den Betroffenen zudem mit leicht erhöhtem Oberkörper lagern.
  • Falls der Betroffene erbrechen muss oder das Bewusstsein verliert, dann sollte man ihn in stabiler Seitenlage lagern.
  • Falls man keinen Puls und keine Atmung mehr feststellen kann, sollte man unverzüglich mit den Wiederbelebungsmassnahmen beginnen.
  • Wenn der Rettungsdienst eingetroffen ist, sollte man dem Notarzt die beobachteten Symptome schildern und ihm die Vorerkrankungen des Betroffenen nennen. Ebenfalls sollte man ihm den ersten Zeitpunkt des Auftretens der Symptome und die Medikamente nennen, welche der Betroffene zurzeit einnimmt.

Diagnostik

In der Diagnostik von Schlaganfall ist die Magnetresonanztomographie der kranialen Computertomographie überlegen und weist nicht nur akute, sondern auch chronische Blutungen und vor allem Ischämien mit einer hohen Zuverlässigkeit nach.

Physiotherapie – Orthopädie – Neurologie – Geriatrie – St. Gallen –

Wie kann ich einen Schlaganfall vorbeugen?
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Präventionsmassnahmen Schlaganfall – Wie kann ich einen Schlaganfall vorbeugen?

Die Präventionsmassnahmen von Schlaganfall richten sich insbesondere darauf aus die modifizierbaren Risikofaktoren zu reduzieren oder gar zu eliminieren. Einige solcher Massnahmen sind im Folgenden aufgeführt:

Ernährung

Gemäss der Studie von David Spence kann eine angemessene Ernährung das Schlaganfallrisiko bedeutend minimieren. Dabei sollten Personen, welche einem erhöhten Schlaganfallrisiko ausgesetzt sind, darauf achten ihre Salzzufuhr pro Tag auf zwei bis drei Gramm einzuschränken. Zudem sollten sie auf einen ausgewogene mediterrane Ernährung mit wenig Konsum vom Fleischwaren (insbesondere rotes Fleisch) und Eigelb achten.

Blutdrucksenkung

Es ist wohl bekannt, dass die Blutdrucksenkung zur primären Prävention von Schlaganfall und anderen Herzkreislauferkrankungen beiträgt. Es hat allerdings länger gedauert, um zu beweisen, dass die Blutdrucksenkung auch zur Prävention eines erneuten Schlaganfalls wirksam ist. Die blutdrucksenkende Therapie bei Patienten mit Hypertonie (Bluthochdruck) spielt also eine entscheidende Rolle in der Schlaganfallprävention. Es ist somit dringend erforderlich Patienten mit Bluthochdruck zu identifizieren und dementsprechend zu behandeln.

Körperliche Aktivität

Die körperliche Inaktivität hat viele negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit, dazu gehört auch, dass durch körperliche Inaktivität das Schlaganfallrisiko erhöht wird. Beobachtungsstudien konnten bereits genügend Hinweise dazu sammeln, um Empfehlungen abzugeben, dass körperliche Aktivität das Schlaganfallrisiko reduziert.

Präventionsmaßnahmen Schlaganfall
Präventionsmaßnahmen Schlaganfall

Gewichtsreduktion

Trotz der Tatsache, dass es zahlreiche Hinweise dazu gibt, dass ein erhöhtes Körpergewicht mit einer erhöhten Inzidenz von Schlaganfällen in Zusammenhang steht, gibt es keine eindeutigen Beweise dafür, dass Gewichtsreduktion das Risiko reduziert. Der Grund dafür ist, dass man die Gewichtsreduktion an sich wohl kaum als isolierten Faktor betrachten kann. Mit dem Gewichtsverlust kommt es gleichzeitig zu einer besseren Kontrolle des Bluthochdrucks, des Diabetes mellitus, des metabolischen Syndroms und auch von anderen Schlaganfallrisikofaktoren.

Rauchen

Es ist bewiesen, dass Zigarettenrauch das Schlaganfallrisiko erhöht. Epidemiologische Studien zeigen eine Verringerung des Risikos bei Rauchentwöhnung und mit gemeinschaftsweiten Rauchverboten.

Fazit

Stellt man bei einer Person die „BE FAST“ Symptome fest, sollte man unverzüglich den Rettungsdienst rufen, denn falls es sich tatsächlich um einen Schlaganfall handeln sollte, zählt jede Minute. Um das Schlaganfallrisiko zu minimieren, sollte man auf eine ausgewogene Ernährung achten, seinen Blutdruck regelmässig kontrollieren, sich viel bewegen und das Rauchen, sowie auch das Passivrauchen meiden.

Wie erkenne ich frühzeitig einen Schlaganfall? Präventionsmassnahmen Schlaganfall – Wie kann ich einen Schlaganfall vorbeugen?

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Wann wieder Sport nach Kreuzband OP – Aufbautraining nach Kreuzbandriss Physiotherapie St. Gallen Actiway klärt auf

Wann wieder Sport nach einer Kreuzband OP – Aufbautraining nach einem Kreuzbandriss – Die Physiotherapie St. Gallen Actiway klärt auf. Woran erkennen wir bei Physiotherapie St. Gallen Actiway wann Sie im Alltag und Sport nach Kreuzband OP wieder ohne Sorge voll belasten dürfen und wir das Aufbautraining nach Kreuzbandriss gestalten müssen.

Von einem Kreuzbandriss, auch Kreuzbandruptur genannt, spricht man bei einem unvollständigen (partiellen) oder vollständigen (kompletten) Riss (Ruptur) eines oder beider Kreuzbänder. In den meisten Fällen ist das vordere Kreuzband (Ligamentum cruciatum anterius) betroffen. Die Ursache für einen Kreuzbandriss ist das Überschreiten der Reißfestigkeit des Bandes.

Wann wieder Sport nach Kreuzband OP – Aufbautraining nach Kreuzbandriss Physiotherapie St. Gallen Actiway klärt auf
Wann wieder Sport nach Kreuzband OP – Aufbautraining nach Kreuzbandriss Physiotherapie St. Gallen Actiway klärt auf

Wann wieder Sport nach Kreuzband OP – Aufbautraining nach Kreuzbandriss Physiotherapie St. Gallen Actiway klärt auf

Die Frage wann darf ich wieder joggen, wann klettern, wann Fussball oder Hockey spielen wird uns bei Physiotherapie Actiway sehr häufig gestellt. In der Vergangenheit haben wir dafür die groben Heilungszeiten von Gewebe, Schmerzfreiheit, volle Beweglichkeit und das Fehlen von Wärme und Schwellung genutzt. Präventiv wird auch immer Kraft und Koordination trainiert – hier ist jedoch nie klar, wie hoch das Risiko einer erneuten Verletzung innerhalb der verschiedenen Sportarten und im Alltag tatsächlich ist.

Der Test kann sagen wann wieder Sport nach Kreuzband OP durchgeführt werden kann.

Der Test kann sagen wie gut das Gleichgewicht, die Koordination ihres Beins im Vergleich zum nicht betroffenen Bein ist. Dieser Test heisst RTAA ( Return to Activity Algorithmus)

Der Return to Activity Algoritmus (RTAA) ist ein Messinstrument, welches während der Rehabilitation von Verletzungen durch die Physiotherapeuten bei Physiotherapie Actiway eingesetzt wird. Er dient dazu den Verlauf genau zu dokumentieren. Anhand dieser erfassten Daten können wir die Therapie gezielt ausrichten und steuern. Ebenfalls können wir bei Physiotherapie Actiway anhand der dokumentierten Daten den Fortschritt der Rehabilitation erfassen, sodass diese Daten auch an Ihren Arzt weitergeleitet werden können.

Wie führen wir bei Physiotherapie Actiway St. Gallen den Test durch?

Es handelt sich um eine bestimmte Reihe von verschiedenen motorischen Tests, die unterschiedliche motorische Fähigkeiten abfragen. Die Auswahl der einzelnen Fähigkeiten beinhalten alle für den Alltag und Sport grundlegenden Fähigkeiten wie z.B. stehen auf einem Bein, das Bein beugen oder einen Sprung machen. Diese Tests sind in 4 Level eingeteilt, die aufeinander aufbauen. Unten sehen sie ein paar Beispiele.

Level 1

In diesem Level werden alltägliche Bewegungen und die Fähigkeiten für Sportarten wie Golf spielen getestet. Diese Sportarten erfordern Gleichgewicht sind aber wenig invasiv.

Wann wieder Sport nach Kreuzband OP
Wann wieder Sport nach Kreuzband OP

Level 2

In diesem Level werden Bewegungen und Sprünge getestet die vorwärts ausgerichtet sind, wie z.B beim Joggen.

Aufbautraining nach Kreuzbandriss
Aufbautraining nach Kreuzbandriss

Level 3

 In diesem Level werden Bewegungen getestet die besonders seitlichen Belastungen darstellen, wie beim Tennisspielen.

Physiotherapie Actiway St.Gallen Sport nach Kreuzbandverletzung
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Level 4

Testet jegliche Bewegungsrichtung, dies wird besonders bei Sportarten wie Basketball benötigt.

Physiotherapie Actiway St. Gallen sportlich aktiv nach Kreuzbandverletzung

Jetzt Termin vereinbaren bei Actiway – Hier bekommen Sie Hilfe bei einem Kreuzbandriss

Feldlistrasse 2, 9000 St. Gallen

Tel. 071/52 52 502

Email kontakt@actiway.ch

Bei welchen Verletzungen kommen die Test bei Physiotherapie Actiway St. Gallen zum Einsatz

Angewendet werden kann der Test bei allen Verletzungen der unteren Extremität wie z.B. Kreuzband-, Meniskus-, und/oder Bänderverletzungen des Knie- oder Sprunggelenkes. Eine Testung kann auch im Rahmen eine Vorabklärung stattfinden, sodass falls Verletzungen eintreten, ein Vergleich zum Zustand vor der Verletzung gezogen werden kann und ebenfalls eine Aussage darüber getroffen werden kann, welche Strukturen möglicherweise gefährdet sind.

Die Besonderheit der Testreihe ist, dass der Heilungsverlauf nicht mehr an zeitliche Vorgaben, sondern an die motorischen Fähigkeiten der jeweiligen Person geknüpft ist. Dieser Umstand ermöglicht, natürlich unter Berücksichtigung der Wundheilphasen des jeweiligen Gewebetyps, eine individuelle und zielgerichtete Therapieplanung.

Sollten Sie an einer Verletzung oder Erkrankung der unteren Gliedmassen leiden, und hätten Interesse daran, mit Hilfe des RTAA durch die Rehabilitation geführt zu werden, können Sie uns von Physiotherapie Actiway St. Gallen gerne kontaktieren.

Quellen:

Keller M, Kotkowski P, Hochleitner E, Kurz E. Der Return to Activity Algorithmus für die untere Extremität – ein Fallbeispiel. Manuelle Therapie 2016; 20: 19–28

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Was tun beim Riss des vorderen Kreuzband? Physiotherapie Actiway klärt euch auf!

sport, sports injury and people – injured soccer player with ball on football field

Immer wieder kommt es beim Sport zu Knieverletzungen. Einer der häufigsten Knieverletzungen ist der Riss des vorderen Kreuzbandes. Wir von der Physiotherapiepraxis Actiway haben in diesem Blogbeitrag den aktuellen wissenschaftlichen Stand und was man über diese Verletzung wissen sollte zusammengetragen.

 Definition vorderer Kreuzbandriss.

 Ist ein vollständiger oder teilweiser Riss des vorderen Kreuzbandes des Kniegelenkes

 

Anatomie/ Funktion

 Das vordere Kreuzband verbindet das Schienbein mit dem Oberschenkelknochen. Mechanisch ist das vordere Kreuzband dafür zuständig vordere Scherkräfte abzufangen. Bis zu 86% aller Scherkräfte werden von ihm übernommen. Beim Strecken des Kniegelenkes stabilisiert das Band die Streckung. Die Innendrehung der Tibia (Schienbein) wird gemeinsam mit dem hinteren Kreuzband limitiert.

 Ursache einer Verletzung des vorderen Kreuzbandes:

 Entsteht meist bei Kontaktsportarten wie Fussball, Basketball, Hockey aber auch im Skisport, beim Tennis oder Squash. Es kann durch indirekte Gewalteinwirkungen (70%) und direkte Gewalteinwirkung (30%) zum Riss des Bandes kommen. Die wirkende Kraft muss so stark sein, dass die Zugfestigkeit des alten VKBs mit ca. 658 N und des jungen VKBs mit ca. 2160 N nicht mehr ausreicht und es reisst. Die meisten Risse kommen im Alter von 16-45 Jahren vor.  Das Verletzungsrisiko bei Frauen ist ca. 7mal höher als bei Männern.

 Verletzungsarten:

 Reisst meist durch eine Drehbewegung des Unterschenkels und Oberschenkels in entgegengesetzte Richtung. Meistens dreht der Unterschenkel nach aussen und dies kann mit einer starken Überstreckung aber auch mit einer Beugung kombiniert sein. Sehr häufig beim Landen nach einem Sprung kommt es zu einem plötzlichen Stopp. Die knieumgebende Muskulatur kann die Bewegung nicht schnell genug stabilisieren und das Band wird überlastet, sodass es reisst.

Häufig ist der Riss des vorderen Kreuzbandes mit Begleitverletzungen verbunden. Der innere Meniskus und/ oder das innere Seitenband des Kniegelenkes kann auch beschädigt sein. Wenn alle drei Strukturen beschädigt sind, wird dies als unhappy triad -der unglückliche Dreier- betitelt.

 Untersuchung Diagnostik

 Die Diagnose wird vom Arzt anhand der Beschreibung des Unfallverlaufs, der klinischen Zeichen bzw. spezieller klinischer Tests, wie zum Beispiel dem vorderen Schubladentest, getroffen. Wenn das klinische Bild passt, wird zur Sicherstellung des Verdachtes auf einen Kreuzbandriss ein bildgebendes Verfahren angewendet. Eine Ruptur (Riss) des Bandes, des Meniskus und auch Bone Bruises (Mikrofrakturen) sind im MRI (Magnetresonanztopographie) erkennbar, der als Goldstandard gilt. Eine grössere knöcherne Verletzung kann anhand eines Röntgenbildes dargestellt werden. Goldstandard bedeutet, die derzeit beste Möglichkeit, um eine Erkrankung zu erkennen.

 Klinische Zeichen, die für einen Riss des vorderen Kreuzbandes sprechen

 

  • In der Regel ist ein Unfall mit Stauchung und/ oder Verdrehung des Kniegelenkes vorausgegangen.
  • Das Kniegelenk kann geschwollen und überwärmt sein
  • Eventuell ist das aktive/ passive Bewegen des Kniegelenkes schmerzhaft oder die Beweglichkeit ist eingeschränkt.
  • Das Belasten des Beines ist schmerzhaft und es kann ein Instabilitätsgefühl auftreten
  • Klinische Test wie die vordere Schublade, Lachmanntest, Pivot Shift sind positiv

 Behandlung

 konservativ

 Es gibt die Möglichkeit das Kreuzband ohne operativen Eingriff zu behandeln. Diese Möglichkeit kommt dann zum Einsatz, wenn keine Begleitverletzungen vorhanden sind, das Band nur teilweise gerissen ist und in der Regel eher bei älteren, nicht sportlichen Personen. Es ist zu bedenken, dass durch die schlechte arterielle Versorgung des vorderen Kreuzbandes die Heilungschancen sehr gering sind. Somit ist besonders wichtig, dass ein gutes Aufbau- und Stabilitätstraining durchgeführt wird.

 operativ

 Das operative Verfahren wird sehr häufig bei jungen und sportlichen Personen und auch im Profisport gewählt. Hierbei wird mit verschiedenen Verfahren das Kreuzband wieder hergestellt. Am häufigsten sind die Verfahren mit einer Sehnenplastik der Kniescheibensehne (Patellasehenplastik  79%) oder der Semitendinosusplastik 12 %. Es gibt den Verdacht, dass ein nicht operiertes Kniegelenk eher zu frühzeitiger Arthrose führen kann, dies ist jedoch laut derzeitiger Studienlage nicht belegt.

 Physiotherapie operativ oder konservativ

 Entzündungsphase / Akutphase

 konservativ

 In dieser Phase kann das Kniegelenk in einer Schiene in Streckung ruhig gestellt werden.

Es kann in der Regel voll belastet werden, dies sollte vom Schmerz abhängig gemacht werden.

Es kann im schmerzfreien Bereich mobilisiert werden und eventuell Lymphdrainage durchgeführt werden. Das Gehen mit Handstöcken wird geübt und es können Kurzzeit-Eisanwendungen oder kühlende Umschläge mit einer geringen Temperaturreduktion von ca. 6 Grad durchgeführt werden.

Die Entscheidung wann die Entzündungsphase vorüber ist, wird anhand der Reduktion der Schwellung und der Temperatur getroffen. Auch sollte der Schmerz sich fühlbar reduziert haben.

 operativ

 Innerhalb der Entzündungsphase gibt es kaum Unterschiede zur konservativen Therapie. Gelegentlich wird eine Schiene mit einer Streck- und Beugeblockade verordnet (im Bereich von 30°- 80°). Dies ist jedoch vom Operateur abhängig. Genau wie die Art der Belastung sein sollte. Laut einer Studie lassen 70% aller Operateure in den USA ihre Patienten direkt voll belasten und geben das Bewegungsausmass frei.

 Proliferationsphase ca. 2. bis 8. Woche

 konservativ/ operativ

 In dieser Phase sollte besonders Wert auf die Beweglichkeit des Gelenkes gelegt werden. Das Bindegewebe muss sich in Bewegungsrichtung ausrichten. Des Weiteren kann in dieser Phase an der Reaktivierung der Muskulatur und den koordinativen Fähigkeiten gearbeitet werden. Die eigene Köperwahrnehmung und die Beinachse kann in verschiedenen Ausgangsstelllugen geübt werden. Auch die Ausdauer sollte trainiert werden.

 Remodelierungsphase ca. 8.Woche bis 2 Jahre

 konservativ/ operativ

 In dieser Phase kann mit Krafttraining begonnen werden. Bis das Transplantat die Stabilität des ursprünglichen Bandes besitzt, benötigt es bis zu 2 Jahre. Die Kraft ist auch bei Athleten nach 5 – 6 Monaten noch reduziert.  Daher sollte mit Schnellkraftübungen und kniebelastenden Sportarten erst nach Bestehen von speziellen Test begonnen werden. Dies kann teilweise bis zu 9 Monate dauern.

 Spezielle Tests zur genauen Bestimmung der Belastbarkeit und zur Erstellung eines Trainingsplanes

 Die Fähigkeiten der Balance, Koordination und Kraft müssen immer wieder überprüft werden, um eine klare Aussage über die Fähigkeiten und die Belastbarkeit des Patienten machen zu können. Hierfür gibt es spezielle Testverfahren wie den Y Balancetest. Dieser Test kommt ursprünglich aus den USA und wird dort im Profisportbereich angewendet, um eine Einschätzung über die Stabilität und die Beinachse im Vergleich zum nicht verletzten Bein treffen zu können. Dieser Test kommt auch bei uns in der Physiotherapie Actiway St. Gallen zur Anwendung. Auch spezielle Sprungtestverfahren geben uns Aussage über die Belastbarkeit des Kniegelenkes und der umliegenden Bereiche. Anhand dieser Testverfahren entscheiden wir innerhalb der Therapieplanung, welche Therapie in der entsprechenden Phase für den Patienten am besten geeignet ist und erstellen einen Therapie- und Trainingsplan. Dieser sollte sich natürlich immer auch an den persönlichen Bedürfnissen und Zielen des Patienten orientieren

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Was tun nach einer Umknickverletzung am Sprunggelenk? Physiotherapie Actiway klärt euch auf!

 

Supinationstrauma am Sprunggelenk

Definition

Das Supinationstrauma bezeichnet eine traumatische Verletzung des Sprunggelenkes, die beim Umknicken oder Stolpern passieren kann. Diese Verletzungsart gehört zu den Sprunggelenksdistorsionen. Distorsionen bezeichnen dabei Verdrehungen eines oder mehrere Gelenke und jene am Sprunggelenk machen 85% der häufigsten Sportverletzung aus.

Ursache / Risikofaktoren

Besonders in Kontaktsportarten wie Fussball, Basketball, Handball, Volleyball usw. zeigt sich das Trauma vermehrt. Verletzt werden dabei die Bänder am äußeren Fussrand in der Knöchelgegend, die das Gelenk vor zu starken Drehbewegungen nach innen schützen sollen. Am häufigsten mit 85% ist das vordere Band was vom Sprungbein zum Wadenbein führt betroffen. Die Risikofaktoren für eine solche Verletzung sind vielfältig und werden in der Literatur noch stark diskutiert – am wahrscheinlichsten ist jedoch eine vorherige Verletzung am äusseren Bandapparat. Weitere mögliche Ursachen sind, verminderte Muskelkraft, verminderte Rumpfstabilität, geringere Einbeinstand-Stabilität, sowie veränderte Muskelreaktionszeiten. Auch eine straffe Wadenmuskulatur gehören zu den diskutierten Ursachen.

Verletzungsformen

Die Bandverletzungen des äußeren Bandapparats können in ihrem Ausmass sehr unterschiedlich sein. Ist das Umknicken nicht so stark, so zeigt sich an den Bändern eine Überdehnung, also eine übermässige Dehnung. Werden die Bänder stärker gespannt kann es zum An- oder gar Zerreisen der Bänder kommen. Im Zuge der Verletzung kann es zu Begleitverletzungen kommen. Dies ist abhängig vom Ausmass (Richtung und Betrag/Stärke) der einwirkenden Kraft, sowie von individuellen Faktoren. Begleitverletzungen können sein: Verletzungen der Gelenkkapsel (33 % der Fälle), Verletzungen der Syndesmose, die bandhafte Verbindung zwischen den beiden Unterschenkelknochen oder Verletzungen der umliegenden Knochen.

Untersuchung / Diagnostik

Die Diagnose wird vom Arzt, aufgrund der Anamnese, dem Unfallverlauf, des klinischen Bildes und möglicher bildgebender Verfahren getroffen. Eine Ruptur (Riss) der Bandstrukturen ist im MRT (Magnetresonanztopographie) erkennbar, der derzeit als Goldstandard gilt. Eine knöcherne Verletzung ist mittels Röntgenbild visualisierbar. Goldstandard heisst, die derzeit beste Methode für die Diagnostik.

Besondere Vorsicht muss in der Diagnostik auf begleitende Verletzungen des Kapselbandapparates des unteren Sprunggelenkes gelegt werden und auf Syndesmoseverletzungen.

In der Klinik sprechen vor allem diese Zeichen für ein Inversionstrauma

  • Schmerzen am äusseren Knöchel,
  • Gangschwierigkeiten
  • durch Schmerz eingeschränkte Beweglichkeit
  • Schwellung, eventuell mit einem Hämatom (Bluterguss).

Heilungsverlauf und Therapie

Kam es im Zuge des Traumas zu einem Anriss der bandhaften Strukturen, werden die zerrissenen Fasern neugebildet: sie orientieren sich dabei an den noch vorhandenen Fasern. Man kann von einer Heilung der Bänder in etwa zwölf Wochen ausgehen, wobei sechs Wochen für den Aufbau der primären Stabilität notwendig sind.
Indiziert für das Supinationstrauma ohne Begleitverletzungen ist die Behandlung mit einer Orthese, also eine passive Stabilisierungsmassnahme für sechs Wochen und ein funktionelles Training, mit Koordinationsschulung, Muskelkräftigung, Stärkung der Eigenwahrnehmung und Eigenreflexschulung. Die Eigenwahrnehmung des Körpers misst die Stellung und Lage der Gelenke im Raum, sowie die Stellung von Körperteilen zueinander.
Die Verbesserung dieser kann das sehr hohe Risiko eines weiteren Traumas um bis zu 70% senken. Es zeigte sich, dass Patienten, die ein Training zur Schulung der Eigenwahrnehmung durchführen, ein im Durchschnitt 60% geringeres Risiko haben, sich wieder zu verletzen.

Physiotherapie

Physiotherapeutische Untersuchung

In der physiotherapeutischen Untersuchung wird untersucht, welche möglichen Einschränkungen vorliegen. Hier wird die Gelenkbeweglichkeit gemessen, die passiven Strukturen getestet, die Gangmobilität beobachtet und die Muskelkraft bewertet. Daraus ergibt sich die individuelle Behandlung.

Physiotherapeutische Behandlung

In dieser geht es nun vor allem darum, die körperliche, aktive Ebene des Beines wiederherzustellen. Eventuell zeigen sich Schmerzen in einer Gangphase, die Beweglichkeit ist eingeschränkt und die Kraft des Fußhebers und Fußstreckers ist bereits reduziert. In den meisten Fällen ist besonders die Eigenwahrnehmung und somit die aktive Stabilität gestört.

Phase 1 Entzündungsphase und Resorptionsphase

Zu Beginn der Behandlung, also in der Entzündungsphase, geht es darum, die Schmerzen sofern vorhanden zu senken. Dies erfolgt durch funktionelle Immobilisation mittels Orthese oder Tape Verband sowie durch schmerzfreie Mobilisation, also Bewegung im schmerzfreien Bereich. Hier unterstützt ein gesteigerter Stoffwechsel, welcher durch die Aktivierung von anderen Gelenken angeregt werden kann. Die Entzündungsphase ist abgeschlossen, sobald keine Dauer- und Ruheschmerzen mehr vorhanden sind, das Sprunggelenk nicht mehr stark erwärmt ist (nicht wärmer als 2° zur unverletzten Seite) und die Schwellung reduziert ist (Differenz in der Messung 0,5-1 cm im Seitenvergleich).

Phase 2 Proliferationsphase

Nun folgt die Proliferationsphase, deren Ziele die Beweglichkeitserweiterung, die Bindegewebestrukturierung und die Verbesserung der Koordination sind. Zur Beweglichkeitserweiterung eigenen sich manuelle Massnahmen, sowie aktive Bewegungen. Die Bindegewebsstrukturierung ist entscheidend, da hier nach ca. sechs Wochen Umwandlung und Strukturanlage von Typ 3 Kollagen in Typ 1 Kollagen stattfindet, welches sich an der stattfindenden Bewegung orientiert. Es sollten viele (50-200) aktive und passive Bewegungen in alle Richtungen stattfinden, um diesen Vorgang zu stimulieren. Die Koordination kann mithilfe verschiedener Ausgangstellungen, Unterlagen oder sonstigen Störfaktoren (verschiedene Stimuli und Aufgaben) geschult werden. Ebenfalls soll die Eigenwahrnehmung verbessert werden.

Phase 3 Remodellierungsphase

In der Remodellierungsphase (8 Woche bis zu 2 Jahren) sollte die Sportfähigkeit wiederhergestellt werden. Hier wird die sukzessive Belastungssteigerung und Kraftsteigerung geübt. Weiterhin sollte die Koordination geschult werden. Sollten noch Beweglichkeitsdefizite vorliegen müssen auch diese  behandelt werden.

Komplikationen

Sollten dennoch persistierende Schmerzen oder ein Instabilitätsgefühl vorliegen, muss eine erneute Diagnostik stattfinden, um die oben genannten möglichen Begleitverletzungen auszuschliessen.

In vielen Fällen (20-40%) entwickelt sich nach dem akuten Trauma eine chronische Instabilität, wovon ca. ein Drittel der Patienten betroffen sind. Diese zeigt sich im Alltag durch wiederholtes Umknicken, Schmerzen im Sprunggelenksbereich, einem subjektiven Instabilitätsgefühl und bei Problemen mit dem Gehen auf unebenem Grund. Grund dafür ist häufig eine unzureichende Behandlung der akuten Distorsion, denn ein Eigenwahrnehmungs Training kann präventiv diese Instabilität vorbeugen. Des Weiteren haben eine Vielzahl von Autoren festgestellt, dass das Training unter professioneller Anleitung effektiver ist, als das Üben alleine. Auch die chronische Instabilität wird, solange keine weiteren Verletzungen vorliegen konservativ behandelt. Man unterscheidet hier zwischen einer mechanischen und einer funktionellen Instabilität, deren Zusammenhang noch nicht endgültig geklärt ist. Liegt eine chronische Instabilität vor, so kann unter Berücksichtigung der Wundheilung die Stabilität und Koordination verbessert werden. Hierfür werden Übungen zur Steigerung der Eigenwahrnehmung der Verbindung zwischen Muskel und Nerv eingesetzt um die Stabilität zu erhöhen. Auch eine mechanische Instabilität, ausgelöst durch Fehlstellungen der Gelenke, kann bei sehr sportlichen Personen durch die neuromuskuläre Kontrolle kompensiert werden. Allerdings ist zu beachten, dass bei Ermüdung, die funktionelle Stabilität abnehmend ist. Erst wenn die konservative, physiotherapeutische Behandlung zu keiner Verbesserung führt, kann auf eine chirurgische Therapie, eine Bandrekonstruktion, zurückgegriffen werden. Eine chronische Instabilität kann zu Knorpelschäden und Arthrose führen, jedoch sind die genauen Abläufe dieser krankhaften Entstehung noch nicht bekannt. Daher sollte sie in jedem Fall frühestmöglich behandelt werden.

Literaturverzeichnis:
Diemer, F., Sutor, V., & Diemer, F. (2011).untere Extremität (3., aktualisierte und erweiterte Auflage). Stuttgart New York: Georg Thieme Verlag.
Doccheck. (n.d.). Aufgerufen am 25 September 2018, von https://flexikon.doccheck.com/de/Distorsion
Engelhardt Lexikon Orthopädie und Unfallchirugie. (n.d.). Aufgerufen am 24 September 2018, von http://www.lexikon-orthopaedie.com/pdx.pl?dv=0&id=00029
Evimed. (n.d.). Aufgerufen am 25 September 2018, von http://www.evimed.ch/glossar/definition/goldstandard/
Fallat, L., Grimm, D. J., & Saracco, J. A. (1998). Sprained ankle syndrome: Prevalence and analysis of 639 acute injuries. The Journal of Foot and Ankle Surgery, 37(4), 280–285. https://doi.org/10.1016/S1067-2516(98)80063-X
Gehring, D., Lohrer, H., & Gollhofer, A. (2016). Die Folgen des Umknickens. Sportphysio, 04(03), 105–111. https://doi.org/10.1055/s-0042-109744
Harrasser, N., Eichelberg, K., Pohlig, F., Waizy, H., Toepfer, A., & von Eisenhart-Rothe, R. (2016). Laterale Instabilität des oberen Sprunggelenks. Der Orthopäde, 45(11), 1001–1014. https://doi.org/10.1007/s00132-016-3344-8
Hintermann, B., Valderrabano, V., Boss, A., Trouillier, H. H., & Dick, W. (2004). Medial Ankle Instability: An Exploratory, Prospective Study of Fifty-Two Cases. The American Journal of Sports Medicine, 32(1), 183–190. https://doi.org/10.1177/0095399703258789
Leitlinienkommission. (2017, August 8). Frische Außenbandruptur am Oberen Sprunggelenk.
Leumann, A., Tsaknis, R., Wiewiorski, M., & Valderrabano, V. (2008). Das akute Supinationstrauma des oberen Sprunggelenkes – eine Bagatelle? Schweizer Med Forum, 8(11), 214–216.
Lohrer, H., & Nauck, T. (2006). Das Supinationstrauma des Fußes. Eine Übersicht unter beson- derer Berücksichtigung der calcaneocuboidalen Kapselbandver- letzung. Deutsche Zeitschrift Für Sportmedizin, 57(11/12), 271–276.
McKay, G., Goldie, P., & Payne, W. (2001). Ankle injuries in basketball: injury rate and risk factors. British Journal of Sports Medicin, (35), 103–108.
Mckeon, P., & Hertel, J. (2008). Systematic review of postural control and lateral ankle instability, part I: can deficits be detected with instrumented testing? Journal of Athletic Training, (43), 293–304.
Valderrabano, V., Wiewiorski, M., Frigg, A., Hintermann, B., & Leumann, A. (2007). Chronische Instabilität des oberen Sprunggelenks. Der Unfallchirurg, 110(8), 691–700. https://doi.org/10.1007/s00113-007-1310-y
Wikipedia. (n.d.). Aufgerufen am 24 September 2018, von https://de.wikipedia.org/wiki/Propriozeption

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Was hilft bei Bandscheibenvorfällen in der Lendenwirbelsäule ?Physiotherapie St. Gallen Actiway klärt auf.

 

Einleitung:

 

80-90 Prozent aller Menschen leiden in ihrem Leben mindestens einmal an Rückenbeschwerden. Es ist sogar so, dass Rückenschmerzen in Westeuropa zu den Hauptgründen einer Behinderung zählen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Rückenschmerzen werden in spezifisch (die Ursache ist klar zu benennen z.B Bandscheibenvorfall, Bruch der Wirbelsäule oder Tumore)  und unspezifisch(keine klare Ursache im Röntgen oder MRI/ MRT nachweisbar, was die Beschwerden auslöst) unterteilt.  Der Bandscheibenvorfall ist die Ursache Nummer eins für Rückenbeschwerden der spezifischen Art.

 

Definition Bandscheibenvorfall

Unter einem Bandscheibenvorfall versteht man eine Verlagerung des Bandscheibenkerns (Nucleus pulposus) nach hinten oder zur Seite der Bandscheibe. Hierbei wird der Faserknorpelring der Bandscheibe, welcher den Bandscheibenkern umgibt, ganz oder teilweise durchgerissen. Der Bandscheibenkern kann auf Nerven im Spinalkanal (der Kanal, in dem das Rückenmark verläuft) oder aber im Wirbelkanal (der Kanal, aus dem die Spinalnerven auf ihrem Weg in die Peripherie des Körpers aus dem Rückenmark verlaufen) drücken und dadurch Schmerzen und Funktionsstörungen auslösen.

Ursache

Schäden an der Bandscheibe entwickeln sich in der Regel im Verlauf mehrerer Jahre.

Der Bandscheibenvorfall ist eher ein Problem der sitzenden Bevölkerung. Wir sitzen am Frühstückstisch, beim Weg in die Schule oder ins Büro im Auto, Bus oder Bahn . Dort nehmen wir dann überwiegend auch wieder sitzende Positionen ein. Beim Mittag und dann beim Abendessen und beim abendlichen TV Programm nehmen wir auch wieder auf einem Stuhl oder der Couch Platz. Häufig hat man über den ganzen Tag den Rücken nicht richtig gestreckt.

Häufig haben die Bandscheibenpatienten bereits einige Episoden von Rückenbeschwerden und plötzlichen schmerzhaften Bewegungseinschränkungen (Hexenschuss) hinter sich.

Traumatische Bandscheibenschäden sind Ausnahmefälle. Am häufigsten treten Bandscheibenvorfälle im Alter von 30 bis 50 Jahren auf. Es sind am meisten die Übergänge zwischen mobilen zu stabilen Segmenten betroffen L5 zu S1 und C6 zu 7.

Durch gebeugte Tätigkeiten wie sitzen, heben mit gestreckten Knien und gebeugter Wirbelsäule entsteht im vorderen Bereich der Bandscheiben ein ständiger Druck, der innere Kern verlagert sich nach hinten und drückt auf die Fasern des äusseren Rings. Zusätzlich entsteht bei gebeugter LWS ein ständiger Zug auf die Fasern der hinteren Bandscheibe. Diese Fasern können nach wiederholter Fehlbelastung reissen und der innere Bandscheibenkern kann durch diese Risse nach Aussen entweichen. Häufig passiert dies bei einer plötzlichen Bewegung aus Beugung in die Streckung z.B wenn man sich zum Boden beugt und sich plötzlich wegen der Schmerzen nicht mehr aufrichten kann.

Symptome/Krankheitszeichen :

 

  • Schmerzen im Bereich der Schädigung selbst und im Gebiet das durch den geschädigten Nerv versorgt wird (häufig einschiessend, blitzartig, massiv).
  • Sensible Ausfälle (man kann Berührungen, Kälte oder Wärme nicht mehr wahrnehmen)
  • Motorische Ausfälle (Lähmungen) in der Regel abgeschwächte Muskulatur oder schlaffe Lähmungen. Sehr selten schädigt die Bandscheibe das Rückenmark, sodass spastische Lähmungen entstehen können diese werden dann als inkomplette Querschnittssymptomatik betitelt und treten eher im Bereich der Halswirbelsäule oder Brustwirbelsäule auf.
  • Probleme beim Wasser lassen oder Stuhlgang

 

Die Anatomie der Wirbelsäule

 

  • Die Wirbelsäule setzt sich aus passiven und aktiven Halte- und Bewegungskomponenten zusammen.

 

Passiv: Wirbelkörper, Bandscheiben,Wirbelgelenke, Gelenkkapseln, und Bänder

 

Die Bandscheibe

 

Bandscheiben bestehend aus dem inneren Kern (Nucloeus pulposus )und dem äusseren Ring (Anulus fibrosus) Der äussere Bereich besteht zum grossen Teil (60 %) aus Kollagentyp 1 und ist zum grossen Teil für Stabilität bei Zug, Rotation und der Verbindung zwischen den Wirbelkörpern zuständig. Der innere Kern besteht zum grossen Teil aus Proteoglykanen und Glykosaminoglykanen, diese nehmen Wasser auf und wirken wie ein Polster auf Stösse und sind der gewichtstragende Bereich der Bandscheibe.

 

Aktiv: Muskeln und Sehnen

 

Über das Nervensystem wird die Haltung und Bewegung der Wirbelsäule registriert und über das aktive System gesteuert.

 

Wenn das passive, aktive oder aber das Nervensystem einer Fehlfunktion oder Störung unterliegt, kann dies zu Schmerzen oder Funktionsstörungen der anderen Systeme führen.

 

Untersuchung

Als erstes wird eine Besprechung der zurückliegenden Krankheitsgeschichte und Beschwerden / Krankheitszeichen durchgeführt.

 

  • Eine Schmerzskala wird erstellt
  • Es werden alltägliche Bewegungen (Transfers/Lagewechsel) getestet und dabei soll der Patient seine Beschwerden beschreiben, wenn sich diese verstärken oder aber reduzieren. (Sitz, Stand, Finger zum Boden) bewegen.
  • Danach wird die Lendenwirbelsäule in verschiedene Ausgangsstellungen gebracht und es wird dokumentiert wann die Beschwerden sich verschlechtern.
  • Aufgrund der Hypothese aus den vorherigen Untersuchungen können nun spezifische Tests durchgeführt werden.
  • Sollte man auf Grund der klinischen Tests auf einen Bandscheibenvorfall schliessen, kann ein MRI Bild zur Absicherung durchgeführt werden.

 

Behandlung

 

Die konservative Physiotherapie kommt dann zum Einsatz, wenn keine Lähmungen, Blasen- und Mastdarmstörungen auftreten.

Die konservative Physiotherapeutischen Behandlung sollte in der akuten Phase darauf ausgerichtet sein, das geschädigte oder überdehnte Gewebe zu entlasten.

In Untersuchungen fand man heraus, dass durch übermässige Dehnung des Nerven dessen Durchblutung reduziert wird und es dadurch zur Nervenzellschädigung kommt. Daher ist zu beachten, dass bei gebeugter Lendenwirbelsäule eine 20 Prozentige Verlängerung des Nervs und dadurch eine erhebliche Dehnung auf das Nervenzellgewebe entsteht. Daher sollte das Sitzen vermieden werden und dem Patienten schnellstmöglich gezeigt werden wie er seine Lendenwirbelsäule streckt. Die Heilung der Bandscheibe kann man in drei Phasen teilen:

 

1.Entzündungsphase: Diese dauert ca. 5 Tage, wenn sie ohne weitere Schädigung abläuft. Hierbei kommt es zu einer akuten Entzündungsreaktion im Gewebe.

 

In dieser Phase sollte der Patient eine entsprechende Aufklärung über den Bandscheibenvorfall erhalten und in entlastenden Ausgangsstellungen ohne Nervendehnung bewegen bzw. lernen sich zu stabilisieren, sodass er relativ schmerzfrei z.B aus dem Bett aufstehen kann. Bettruhe ist nicht empfohlen, es sollte immer wieder gegangen werden und die Zeit die man ohne Schmerzen gehen kann, sollte gemessen werden,sodass man langsam steigern kann. Sitzen sollte vermieden werden. Unterstützende Massnahmen wie Kryotherapie, Tensstrom und schmerzlindernde Medikamente können diese Phase unterstützen. Häufig bestehen am Morgen mehr Schmerzen, weil das Gewebe durch Wasseransammlung in der Nacht mehr gedehnt wird. Und am Abend, weil die Bandscheibe nicht mehr genügend Wasser im Kern hat und so die Höhe der Bandscheibe geringer wird, sodass das defekte Gewebe komprimiert wird und dadurch Schmerzen ausgelöst werden. Darauf ist der Patient hinzuweisen und es sollten entlastende Übungen und Ausgangsstellungen angeleitet werden.

 

2.Übergangsphase: Diese dauert ca. 21 Tage, innerhalb dieser Phase klingt die Entzündung immer mehr ab und neues Gewebe wird aufgebaut .

 

Der Patient sollte in dieser Phase lernen wie er sich rückengerecht bewegt bzw. den Rücken stabilisiert. In entlastenden Ausgangsstellungen kann mit der Reaktivierung der Muskulatur begonnen werden, hierfür eignet sich besonders gut die PNF Methode. Es sollte besonders mit umliegenden Gelenken gearbeitet werden, häufig liegen hier auch Defizite der Beweglichkeit, Kraft, Koordination und des Körpergefühls vor, sodass es zu weiterlaufenden Belastungen in die Lendenwirbelsäule kommt und so Schmerzen ausgelöst werden. Schmerzfreie physiologische Bewegungsabläufe müssen geschult und immer wieder wiederholt werden. Besonderes Augenmerk sollte aber auf die Aufrichtung der LWS in entlasteten Ausgangsstellungen gerichtet werden. Weiterhin sollte nur schmerzfreies Gleiten des Nervengewebes stattfinden.

 

3.Stabilisierungsphase ab Tag 21: Diese Phase dauert 60 bis 360 Tage. Das Gewebe wandelt sich um und die ursprüngliche Belastbarkeit wird wieder hergestellt.

 

In dieser Phase kann man beginnen das Gewebe auch in höheren und belastenden Ausgangsstellungen zu trainieren. Auch die Rotation und Seitneigung der Lendenwirbelsäule kann wieder forciert werden. Alle Transfers und das Gehen mit aufgerichteter Lendenwirbelsäule wird geübt. Die Ergonomie beim Sitzen auf der Arbeit und im Auto wird angeleitet. Weiterhin ist darauf hinzuweisen, dass sitzen eher negativ ist und immer wieder Steh- und am besten Gehpausen eingelegt werden müssen. Ein regelmässiges Training sollte angeleitet und gefördert werden, um eine weitere oder erneute Schädigung zu vermeiden.

 

Häufige Fragen während der Therapie sind:

 

  1. Wann bin ich wieder vollkommen fit oder belastbar?
  2. Wann habe ich keine Schmerzen mehr?
  3. Wann habe ich meine Kraft wieder zurück?

 

Zu 1.

Grundsätzlich ist man nach 60 bis 360 Tagen nach Bandscheibenvorfall wieder voll belastbar, je nach Alter und Nebenerkrankungen und körperlicher Verfassung.

 

Zu.2

Die Heilung des Nervengewebes ist noch relativ unerforscht. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Nerv ausreichend durchblutet ist und sich im Laufe der Behandlung an die normalen körperlichen Bewegungen anpasst ohne Beschwerden auszulösen. Daher kann man nicht genau sagen wann die Beschwerden vollkommen verschwunden sind, es ist häufig davon abhängig wie lange das Nervengewebe bereits zu wenig mit Nährstoffen versorgt wurde und dadurch geschädigt wurde. Im Mittel sind die Beschwerden nach 360 Tagen und bei regelmässigem Training um 90 % reduziert.

 

Zu3.

Bezüglich der Kraft kann man bereits gute Prognosen treffen.

In einer Studie konnte festgestellt werden, dass abgeschwächte Muskeln bei der konservativen Therapie eine gute Kraftentwicklung haben und nur selten ein dauerhafter Kraftverlust zurückbleibt.

 

Operative Therapie

 

Die operative Therapie kommt in erster Linie dann zum Einsatz, wenn schwere Lähmungen oder auch Blasen-/ Mastdarmstörungen im Zusammenhang mit einer Querschnittsymptomatik vorliegen, da es durch diese Beschwerden zu dauerhaften schweren Schädigungen kommen kann. Auch kann eine Operation durchgeführt werden, wenn die konservative Therapie über längeren Zeitraum zu keiner Linderung der schmerzhaften Beschwerden führt. Das genaue Vorgehen können Sie mit Ihrem Arzt, Orthopäden und Neurochirurgen besprechen.

 

Laut Leitlinie: Sind Massage, Wärme, nicht zu empfehlen. Auch Strom hat nur einen sehr geringen Evidenzgrad.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass nach einem Bandscheibenvorfall ein regelmässiges Training unumgänglich ist, um weitere Schädigungen zu vermeiden. Wir bei Physiotherapie Actiway in St. Gallen beraten Sie gern zu diesem Thema. Auch können Sie bei uns an speziellen Rückenkursen teilnehmen, um die dauerhafte Stabilität und Belastbarkeit Ihres Rückens im Alltag zu gewährleisten.

 

Quellen:

  • Leitlinie Bandscheibenvorfall LWS (http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/033-048.html)
  • Diagnostik und Therapie bei Bandscheibenschäden (Michael Weller und Doris Brötz)
  • Wikipedia Bandscheibenvorfall

 

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Was tun bei ISG Beschwerden?-Hilfe bei ISG/SIG Schmerzen- Tipps vom Physiotherapeuten in St. Gallen bei Actiway

Was tun bei ISG / SIG Beschwerden? Tipps vom Physiotherapeuten in St. Gallen bei Actiway

Sicher haben Sie auch schon häufiger gehört, dass sich jemand das ISG (Iliosacrales Gelenk) blockiert oder ausgerenkt hat. Wissenschaftler haben in einer Zusammenfassung aus verschiedenen Studien der letzten Jahre nun zu bedenken gegeben, dass eine Blockade  des ISG sehr unwahrscheinlich ist. Somit ist auch die Manipulation oder das Lösen der Blockierung durch Therapeuten nicht erfolgsversprechend.

Die wissenschaftlichen Fakten über die Beweglichkeit des ISG oder SIG / Tipps vom Physiotherapeuten in St. Gallen bei Actiway

  • Das SIG ist grundsätzlich stabil! (Vleeming et al., 1990a,b; Snijders et al., 1993a).
 
 
  • Das SIG ist dafür gemacht, Kräfte zu übertragen (Kapandji, 1982; Gray and Williams, 1989) und kann unter normalen Bedingungen enorme Kompressionskräfte sicher weiterleiten! (Snijders et al., 1993a).
 
 
  • Im SIG findet kaum Bewegung statt: Ohne Gewichtsbelastung max. 2,5° (Sturesson et al., 1989; Brunner et al., 1991; Jacob and Kissling, 1995; Vleeming et al., 1992a,b, Kibsgard et al 2017), noch deutlich weniger unter Gewichtsbelastung (im Schnitt 0,2° Rotation, Sturesson et al., 2000)!
 
 
  • Bewegungen des SIGs können nicht reliabel durch manuelle Palpation erfasst werden, insbesondere nicht unter Gewichtsbelastung (Sturesson et al., 2000; van der Wurff et al., 2000a,b). Aufgrund seiner anatomischen Bauweise sind intraartikuläre Verschiebungen innerhalb des SIGs kaum möglich. Keine Studie, bei der ein valides Messsystem zum Einsatz kam, konnte je eine Fehlstellung des SIGs nachweisen – tatsächlich ist das Gegenteil der Fall (Tullberg et al., 1998)!
 
 
  • Veränderungen des Beckens, die klinisch zu beobachten sind, sind wahrscheinlich sekundäre Ergebnisse durch eine veränderte Muskelaktivierung und Zugbelastung und keine Stellungsveränderungen innerhalb des SIGs (Tullberg et al., 1998)!
 
 
  • Keine Studie mit einer validen Messmethodik hat jemals gezeigt, dass eine Beckenmanipulation die Position der Beckengelenke verändern kann (Tullberg et al., 1998) – eine Schmerzreduktion durch solche Verfahren ist das Ergebnis einer nozizeptiven Inhibition durch neuro-inhibitorische Faktoren oder einer veränderten muskulären Aktivierung (Wright, 1995; Pickar, 2002)!
 
 
  • Eine asymmetrische Laxität des SIGs (keine GRÖSSERE LAXITÄT) stand mit moderaten bis ausgeprägten Schmerzen bei Frauen mit schwangerschaftsassoziiertem Beckengürtelschmerz in Zusammenhang (Damen et al., 2001). Eine generelle Laxität ist nicht mit einem solchen Beckengürtelschmerz assoziiert (Damen et al., 2001)!
 
 
  • Wenn klinische Zeichen für einen reduzierten Kraftschluss sprechen (positiver ASLR), dann findet die vermehrte Bewegung an der Symphyse statt, nicht im SIG (Mens et al., 1999). Wahrscheinlich tragen Torsionskräfte, die im SIG auftreten zur SENSIBILISIERUNG von Gewebestrukturen bei!
 
 
  • Schmerzen am SIG können durch eine klinische Untersuchung diagnostiziert werden (Laslett et al., 2003; Young et al., 2003; Petersen et al., 2004; Laslett et al., 2005a,b). Dazu gehört Schmerz, primär im inferioren Sulcus des SIGs, positive Schmerzprovokationstests und die Abwesenheit von schmerzhaften LWS-Einschränkungen!
 
 
  • Das SIG verfügt über eine Palette an Muskeln, die über eine Kompression zu seiner Kontrolle beitragen (Kraftschluss) , so die Beckenstabilität (höhere Stiffness) steigern und damit eine effektive Kraftübertragung über das Becken ermöglichen (Vleeming et al., 1990a,b, 1995; Snijders et al., 1993a,b; ; Snijders et al., 1998; Damen et al., 2002; Richardson et al., 2002; O’Sullivan et al., 2002a; Pool-Goudzwaard et al., 2004; van Wingerden et al., 2004; Mens et al., 2006; Snijders et al., 2006)!
 
 
  • SIG-Problematiken können sowohl mit exzessiver als auch reduzierter motorischer Aktivierung der lumbo-pelvikalen Muskulatur in Verbindung stehen (O’Sullivan et al., 2002a; Hungerford et al., 2003; Pool-Goudzwaard et al., 2005; O’Sullivan und Beales 2007)!

Fazit:

Aus diesen Untersuchungen geht hervor, dass ISG Beschwerden eher ein Problem der muskulären Kontrolle oder aber der Lendenwirbeläule sind. Eine entsprechende Untersuchung und spezifische aktive Bewegungtherapie sollte bei diesen Beschwerden angewendet werden.  Für Weitere Informationen sind wir bei der Physiotherapie Actiway in St. Gallen gerne für Sie da.
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Hilfe bei Arthrose in der Schulter – welche Behandlung bei Schulterschmerzen? Tipps vom Physiotherapeuten in St. Gallen bei Actiway

Hilfe bei Arthrose in der Schulter – welche Behandlung bei Arthrose? Tipps vom Physiotherapeuten in St. Gallen bei Actiway. Was ist eine Schulterarthrose eigentlich? Die Schulterarthrose oder auch Omarthrose genannt ist eine degenerative (nicht heilbare) Erkrankung des Schultergelenks. Es gibt Verletzungen und Erkrankungen bei denen die Schulterarthrose gehäufter auftritt. Es  müssen nicht immer direkt Beschwerden wie Schmerzen und Bewegungseinschränkung auftreten, wenn eine Schulterarthrose vorliegt. Treten solche Krankheitszeichen auf, ist eine Therapie notwendig. Um die Arthrose Beschwerden zu behandeln stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Bei der Physiotherapie Actiway werden Sie beraten, welche Behandlungen bei Arthrose zur Anwendung kommen. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin bei der Physiotherapie St. Gallen und bekommen Sie sofort Hilfe bei Arthrose in der Schulter.

Als Omarthrose (aus gr. ὦμος (omos) ‚Schulter‘ und Arthrose) wird ein Gelenkverschleiß im Schultergelenk bezeichnet. Bei dieser Arthroseart kommt es zu einem Abrieb von Knorpel im Oberarmkopf und/oder der Schultergelenkspfanne.

Hilfe bei Arthrose in der Schulter – welche Behandlung bei Arthrose? Tipps vom Physiotherapeuten in St. Gallen bei Actiway
Hilfe bei Arthrose in der Schulter – welche Behandlung bei Arthrose? Tipps vom Physiotherapeuten in St. Gallen bei Actiway

Hilfe bei Arthrose in der Schulter – welche Behandlung bei Schulterschmerzen? Tipps vom Physiotherapeuten in St. Gallen bei Actiway

Bei der Schulterarthrose verschleisst das Schultergelenk. Diese Arthrose in der Schulter ist weniger häufig als eine Arthrose, im Hüft- oder Kniegelenk. Das liegt daran, dass die Schulter nur das Gewicht des Armes trägt oder beim abstützen belastet wird und dadurch weniger Gewicht tragen muss.

Schmerzen der Schulter bei Menschen zwischen 60 und 65 Jahren werden in fünf bis zwölf Prozent der Fälle durch eine Schulterarthrose verursacht. Es sind mehr Männer als Frauen von einer Arthrose in der Schulter betroffen.

 

Die möglichen Ursachen der Arthrose des Schultergelenkes – Hilfe bei Arthrose in der Schulter. 

Wie bei jeder Arthrose-Form unterscheidet man auch bei der Schulterarthrose eine primäre von einer sekundären Form.

Primär:

Die Ursache der primären Schultergelenksarthrose ist nicht geklärt. Es wird vermutet, dass verschiedene Faktoren zusammenkommen müssen, um eine Arthrose im Schultergelenk hervorzurufen. Bedeutend sind unter anderem erbliche, genetische und mechanische Aspekte. Wird der Arm etwa auf Schulter – Niveau angehoben, belastet man das Schultergelenk am stärksten. Bewegungen in dieser Position des Armes könnten daher eher zu einer Arthrose-Schulter führen. Wenn man häufig mittleres bis Schweres Gewicht auf Schulter-Niveau heben muss, steigt das Risiko einer Schulterarthrose noch weiter. Menschen die im Beruf häufig mit den Armen über Kopf arbeiten müssen, haben vermutlich ein erhöhtes Risiko an einer Schulterarthrose zu erkranken.

Sekundär:

Von sekundärer Schulterarthrose spricht man, wenn die Arthrose als Folge einer anderen Erkrankung auftritt. Ein krankheits- oder Unfall beschädigtes Schultergelenk kann nämlich weniger stark belastet werden als ein gesundes. So kann eine sekundäre Schulterarthrose schon bei geringeren Belastungen entstehen.  

Hilfe bei Arthrose in der Schulter
Hilfe bei Arthrose in der Schulter

 

Eine Arthrose wird gefördert durch folgende Erkrankungen oder Einflüsse:

Instabilität des Schultergelenkes durch muskuläre Dysbalancen besonders der Rotatorenmanschette und knöcherne Formenvielfalt (Glenohumerale Instabilität) oder nach einem Unfall bei dem das Schultergelenk luxiert (ausgekugelt) ist.

  • Bruch des Oberarmknochens im Bereich des Schultergelenkes
  • Gelenkrheumatismus
  • Gelenkentzündungen verursacht durch Keime (septische Arthritis)
  • Absterben des Gelenkes Aufgrund von mangelnder Versorgung mit Nährstoffen  (Nekrose)
  • Erkrankungen des Knorpels (Chondromatose)
  • Muskelrisse im Bereich des Schultergelenkes (Rotatorenmanschette)
  • Zu lange Ruhigstellung nach Operationen oder nach konservativer Versorgung
  •  Zu weiche Sehnen oder Bänder, dadurch kann eine Instabilität entstehen und der Knorpel schneller abnutzen

      

Symptome der Schulterarthrose – Hilfe bei Arthrose in der Schulter

Alle Formen der Schulterarthrose haben gemein, dass der Verschleiß des Schultergelenks zu einem zunehmenden Verlust an Knorpelsubstanz zwischen dem Oberarmkopf und der Schulterpfanne und damit zu einem schmerzhaften aufeinander reiben der Gelenkflächen führt. Dadurch kommt es zu einer dauerhaften Bewegungseinschränkung in alle Bewegungsrichtungen etwa beim Abspreizen des Arms oder beim Heben über den Kopf sowie hinter den Rücken. Dies kann zur Schultersteife sowie zu zunehmenden Schmerzen der Schulter führen. Die Schmerzen treten im Anfangsstadium nur unter Belastung oder beim Liegen auf der Schulter auf, im fortschreitendem Verlauf auch in Ruhe und in der Nacht. Ein grosses Problem dieser Erkrankung ist, dass sie schleichend beginnt und von den Betroffenen am Anfang nicht immer ernst genommen wird. Am Anfang der Erkrankung sind die Einschränkungen ja nicht so groß. Der Erkrankte hat ab und an Schmerzen, die aber noch gut tolerierbar sind. Bleibt die beginnende Arthrose der Schulter jetzt aber unbehandelt, können diese Schmerzen deutlich zunehmen und zu weiteren Einschränkungen führen. Die Bewegungseinschränkungen, besonders für Rotationsbewegungen, sind in der fortgeschrittenen Phase am meisten auffällig. Diese Bewegungseinschränkungen können ebenfalls langsam, eher unbemerkt, auftreten. Im Endstadium berichten die Patienten, dass Überkopfarbeiten eine regelrechte Qual sein können. Die Schmerzen sind in Verbindung mit den Bewegungseinschränkungen eine sehr einschränkende Kombination für den Erkrankten und können den Alltag unter Umständen massiv erschweren. Der Betroffene nimmt häufig eine Schonhaltung ein und nutzt die erkrankte Schulter immer weniger. Durch diese Verringerung der Schulter-Aktivität steift die Schulter noch mehr ein und die schmerzhaften Beschwerden verschlimmern sich. Deshalb sollten die Betroffenen eine Arthrose des Schultergelenkes frühzeitig behandeln lassen.

Wer regelmässig Sport betreibt, wird die Einschränkungen, die bei einer Schulterarthrose entstehen, schneller bemerken. Denn die Schmerzen und die Bewegungseinschränkungen machen sich beim Sport schnell bemerkbar. Vor allem Sportler, die ein hohes Leistungslevel gewohnt sind, werden schnell eine Verschlechterung bemerken. Es betrifft jegliche Sportarten, bei denen das Schultergelenk eine Rolle spielt. Hierzu gehören Sportarten wie Volleyball, Handball, Tennis, Squash, Eishockey, Badminton, Baseball, Basketball. Die Kräfte, die bei diesen Sportarten auf den Schultergürtel und das Schultergelenk wirken, sind sehr gross. Bei regelmässig Schmerzen und/oder Bewegungseinschränkungen nimmt die Leistungsfähigkeit enorm ab.

Zusammenfassung der Symptome für eilige Leser

  • Schmerzen besonders beim Bewegen des Armes über Kopf oder beim Liegen auf der Schulter.
  • Bewegungseinschränkungen besonders der Rotationsbewegungen und Bewegungen über den Kopf, die schleichend auftreten und langsam immer mehr zunehmen.
  • Leistungsreduktion, Kraft- und Koordination- Einschränkungen im Alltag und Sport, besonders bei Sportarten wie Volleyball, Handball, Tennis, Squash, Eishockey, Badminton, Baseball, Basketball.  

Diagnose/Diagnostik – Hilfe bei Arthrose in der Schulter

Die sichere Stellung der Diagnose Schultergelenksarthrose erfolgt im Rahmen eines Gespräches zwischen dem Arzt und dem Betroffenen über dessen Beschwerden und Einschränkungen im Alltag. Danach wird eine körperliche Untersuchung durchgeführt. Wenn die klinischen Zeichen, die sich aus dem Gespräch und der Untersuchung ergeben auf eine Arthrose schliessen lassen, kann ein Ultraschall der Gelenkflächen und ein Röntgenbild gemacht werden.

Die Röntgenbilder bei einer Arthrose geben Nachweis einer Gelenkspaltverschmälerung und von knöchernen Anbauten, es können auch der Gelenkpfannen-Verschleiss sowie die Deformierungen des Gelenkkopfes festgestellt werden. 

Ultraschall und MRI (Magnet/Resonanz/Tomographie) zur Beurteilung der Schultermuskeln( Rotatorenmanschette) und der Knorpeloberfläche.

CT: Computertomographie  Zur Beurteilung der Gelenkpfanne und des Gelenkkopfes auf knöcherner Ebene (deutlich höhere Aussagekraft als ein Röntgenbild)

Behandlung von Schulterarthrose – Welche Behandlung bei Schulterschmerzen?

Konservative (nicht operative) Therapie

Befindet sich der Gelenkverschleiß im frühen und mittleren Stadium, bestehen mehrere Möglichkeiten der konservativen Therapie. Der wichtigste Pfeiler der konservativen Therapie ist die Physiotherapie, diese hat einen hohen wissenschaftlich nachgewiesenen Effekt beim frühen und mittleren Stadium der Schulterarthrose. Das Ziel bei der physiotherapeutischen Behandlung ist es eine schmerzfreie/schmerzarme Beweglichkeit des Schulter herzustellen und zu erhalten.

Hierbei kann mit verschieden Therapietechniken wie PNF und manueller Therapie die Gelenkkapsel gedehnt und durch Erarbeitung der physiologischen Bewegungsabläufe die aktive Beweglichkeit und Kraft erhalten beziehungsweise wiederhergestellt werden. Bei den spezifischen Übungen wird auch auf eine gute Haltung und Bewegung der Brustwirbelsäule, des Oberkörpers und des Schulterblattes geachtet. Auch werden Gesamt- und Teilbewegungsabläufe erlernt, sodass ein harmonisches Zusammenspiel mit allen an der Bewegung beteiligten Komponenten gewährleistet ist und die Bewegungen wieder schmerzfrei oder schmerzarm durchgeführt werden können. Für Zuhause werden dem Patienten spezifische und dem Alltag angepasste Übungen gezeigt und während der Therapie sichergestellt, dass die Übungen auch gut umgesetzt werden können.Hierbei können Hilfsmittel wie Therabänder oder auch kleine Hantel eingesetzt werden.

Weiter ist es möglich entzündungs- und schmerzhemmende Medikamente einzusetzen.Dies hat neben der Physiotherapie einen hohen Empfehlungsgrad besonders bei starken Schmerzen. Auch kann eine Injektion mit entzündungshemmenden und das Gelenk schmierenden Präparaten gegeben werden. Die wissenschaftlichen Ergebnissen zur Injektionstherapie sind noch nicht klar.

Welche Behandlung bei Schulterschmerzen
Welche Behandlung bei Schulterschmerzen?

 

Operative Therapie

Die operativen Verfahren kommen erst zum Einsatz, wenn alle konservativen Verfahren ausgeschöpft und nicht mehr erfolgreich sind. Je nach Art der Abnutzung und Schweregrad der Arthrose kommen dabei verschiedene Möglichkeiten zum Einsatz.

Es ist möglich durch eine Schultergelenksspiegelung mit Spülung und Reinigung des Schultergelenkes (Gelenkstoilette) eine Verbesserung bezüglich der Schmerzen zu erzielen. Die Erfolgschancen dieses Eingriffs sind jedoch ungewiss und in zeitlicher Hinsicht nicht voraussagbar. Die wissenschaftlichen Ergebnisse zu diesem Verfahren sind umstritten.

Wenn weniger invasive Methoden wie die Gelenkspiegelung versagen, sollte jedoch eine Kunstgelenkersatzoperation an der Schulter erwogen werden. Je nach Art der Abnutzung kommen verschiedene Operationsmethoden und Prothesenmodelle in Frage:

  • Der Oberflächenersatz am Oberarmkopf
  • Die „klassische“ Schultergelenkstotalprothese
  • Die sogenannte Umkehrprothese (Inverse Schulterprothese, Delta Prothese, Grammontprothese)

Um genaueres über den Einbau dieser Prothesen und deren Vor- und Nachteile zu erfahren, befragen sie Ihren Orthopäden. Über die Nachbehandlung und die Behandlungsdauer können sie uns bei der Physiotherapie St. Gallen bei Actiway gerne ansprechen.

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Physiotherapie – Orthopädie – Neurologie – Geriatrie – St. Gallen –

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Die richtige Ernährung bei Arthrose – Tipps vom Physiotherapeuten in St. Gallen bei Actiway

 

Säureüberschuss verursacht Entzündungen:

Auch das Ernährungsverhalten hat einen entscheidenden Einfluss auf die Gelenke: Bei der Verdauung von Zucker und tierischen Fetten produziert der Körper Säuren. Der Haken dabei: eigentlich mag er es lieber leicht „basisch“. Das gewünschte Säure-Basen-Gleichgewicht wird hergestellt, wenn der Körper sich basisch wirksame Mineralstoffe (Kalzium) zur Unterstützung holt. Eine nährstoffarme und säurebetonte Ernährung hat einen Säureüberschuss zur Folge. Es werden Säuren im Organismus eingelagert, welche dort Entzündungen verursachen. Zusätzlich wird der Neuaufbau des Knorpels gehemmt. In beiden Fällen werden die Gelenke negativ  beeinflusst.

Tipps vom Physiotherapeuten in St. Gallen
Tipps vom Physiotherapeuten in St. Gallen

 

Welche Nährstoffe sind wichtig um den Säure Basenhaushalt wieder herzustellen:

  • Vitamin C, Vitamin E und Beta-Carotin
  • Vitamin D3
  • Vitamin K
  • Zink, Selen, Kupfer und Mangan
  • Omega-3-und 12 Fettsäuren
  • Kalzium

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Gesundheitsorientiertes Bewegungstraining Schweiz – Wie kann man seine Beweglichkeit trainieren? Kraft und Beweglichkeitstraining in St. Gallen

Gesundheitsorientiertes Bewegungstraining Schweiz – Wie kann man seine Beweglichkeit trainieren? Kraft und Beweglichkeitstraining in St. Gallen. Den fördernden Einfluss körperlichen Trainings & Bewegung zur Vorbeugung von Beschwerden des aktiven & passiven Bewegungsapparates ist wissenschaftlich erwiesen. Ein bewegungsarmer Lebensstil kann weitreichende sowie schwere Folgen auf ihre Gesundheit haben. Jetzt alles über gesundheitsorientiertes Bewegungstraining Schweiz bei Actiway erfahren.

Gesundheitsorientiertes Bewegungstraining Schweiz – Wie kann man seine Beweglichkeit trainieren? Kraft und Beweglichkeitstraining in St. Gallen

Gesundheitsorientiertes Bewegungstraining Schweiz - Wie kann man seine Beweglichkeit trainieren  Kraft und Beweglichkeitstraining in Sankt Gallen
Gesundheitsorientiertes Bewegungstraining Schweiz – Wie kann man seine Beweglichkeit trainieren ? Kraft und Beweglichkeitstraining in St. Gallen

 

Kraft und Beweglichkeitstraining – Volkskrankheit Rückenschmerzen

Das Volksleiden Nummer eins. 80 Prozent der Schweizer haben mindestens einmal im Leben Rückenbeschwerden. Gut zwei Drittel aller Menschen mit Rückenproblemen haben Beschwerden im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule. Im Fachjargon wird von „Lumbago“ („Lendenlähmung“) oder „Lumbalgien“ (Lendenschmerz) gesprochen, im Volksmund redet man manchmal vom „Hexenschuss“.

Unter einem Hexenschuss, medizinisch als Lumbagolokales Lumbalsyndrom oder Ischiassyndrom bezeichnet, versteht die unmedizinische, volkstümliche Sprache einen plötzlich auftretenden, stechenden und anhaltenden Schmerz,[1] insbesondere im Lendenwirbelbereich, mit nachfolgenden Bewegungseinschränkungen. – Wikipedia Hexenschuss Definition zur Frage „Was ist ein Hexenschuss?“

Was tun gegen Hexenschuss?

Gesundheitsorientiertes Bewegungstraining Schweiz
Gesundheitsorientiertes Bewegungstraining Schweiz

 

Gerade an unsere Lendenwirbelsäule werden besondere Ansprüche gestellt. Je weiter unten ein Wirbel in unserer Wirbelsäule sitzt, desto mehr Gewicht lastet infolge des aufrechten Ganges auf ihm. In Folge dessen sind Lendenwirbel weit dicker & stabiler gebaut als zum Beispiel Hals- oder Brustwirbel. Üblicherweise sind wir damit in der Lage auch schwere Hebetätigkeiten durchzuführen, ohne dass dabei unserer Wirbelsäule geschadet wird.

Speziell Fehlhaltungen, etwa durch gebeugtes Sitzen, mangelnde Bewegung & Übergewicht tragen dazu bei, dass Teile unserer Rückenmuskulatur verkümmern. Durch den dauerhaften Druck, welcher auf den Zwischenwirbelscheiben lastet, nimmt ihr Wassergehalt ab, sie verlieren an Elastizität & flachen ab. Dadurch lockern sich zwischen den Wirbeln verlaufenden Bandstrukturen & betroffenen Wirbelsäulenabschnitte werden instabil. Diese eingetretene Instabilität wird nun durch eine verstärkte Anspannung unserer Rückenmuskulatur ausgeglichen. Eine Überanstrengung der Muskulatur & der daraus resultierenden Schmerzen ist die Folge. Stress & psychischer Anspannung können diese noch verstärken. Oft führen diese Beschwerden wieder zu Schon- & Fehlhaltungen, welche Verspannungen & Schmerzen hervorrufen. Es entsteht ein Teufelskreis.

Jedem Patienten mit Schmerzen ist also zu raten, dass er sich so schnell wie möglich wieder bewegt & seinen Körper stets trainiert – sodass er den alltäglichen Belastungen gewachsen ist.

Wie kann man seine Beweglichkeit trainieren?

Wie kann man seine Beweglichkeit trainieren? Bei dem Kraft und Beweglichkeitstraining in Sankt Gallen wird als erstes sichergestellt, dass der Betroffene ausreichend & genau auf seine Situation angepasst informiert wird. Oberstes Ziel ist es, dass sich der Schmerzpatient wieder aktiv & schmerzfrei im Alltag bewegen kann. Um eine Linderung dieser akuten Beschwerden herbeizuführen, gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten.

Wie kann man seine Beweglichkeit trainieren ?
Wie kann man seine Beweglichkeit trainieren ?

Das Bewegungstraining wird bei akuten Schmerzen durch physikalische Massnahmen wie Elektrotherapie & Eisanwendung unterstützt. Diese reduzieren den Schmerz, regen den Stoffwechsel an & lösen so den Muskelhartspann. Eine verkürzte Muskulatur muss beim Beweglichkeitstraining durch Dehnübungen optimiert werden. Diese beeinträchtigt in der Regel die Bewegungsabläufe sowie die Haltung des Schmerzpatienten. Hier spielt unsere Angst beim Bewegen, einen Schmerz auszulösen, eine übergeordnete Rolle. In einem weiteren Schritt ist es notwendig muskuläre Dysbalancen durch eine stetige Kräftigung der Rumpf- & Extremitätenmuskulatur zu trainieren.

Um eine langfristige, schmerzfreie Verbesserung im Alltag zu erreichen, wird ein individuelles Bewegungstraining erstellt & stetig angepasst. Anfangs werden alle Kraft und Beweglichkeitsübungen nur unter therapeutischer Aufsicht durchgeführt. Wird das Bewegungstraining gut beherrscht, können alle Beweglichkeitsübungen bei unsin der Physiotherapiepraxis in Sankt Gallen oder zuhause selbständig durchgeführt werden.

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Kraft und Beweglichkeitstraining in Sankt Gallen
Kraft und Beweglichkeitstraining in St. Gallen

Warum ist Bewegung im Alter so wichtig?

  • Gesundheitsorientiertes Bewegungstraining Schweiz – Rückenschmerzen verschwinden – 80 Prozent der Rückenbeschwerden rühren von einer zu schwachen Rückenmuskulatur. Die einzig wirksame Massnahme zur Vorbeugung & Therapie ist gesundheitsorientierte Bewegung & spezifisches Krafttraining
  • Wie kann man seine Beweglichkeit trainieren? – Die Kraft u. Beweglichkeit schwindet – je fitter Sie sind, umso mehr Kraft steht Ihnen im Alltag zur Verfügung. Das Beweglichkeitstraining unterstützt Sie wieder aufrechter zu Gehen,  Treppen wieder mit mehr Leichtigkeit zu überwinden & mehr Kraft und Beweglichkeit für Tätigkeiten ihrer Wahl zu haben
  • Kraft und Beweglichkeitstraining in St. Gallen – Knochen im höheren Alter – Eine der Hauptursachen von Altersbeschwerden liegt im Verlust unserer Muskelmasse & dem Knochengewebe. Damit schwindet unsere Kraft & es erhöht sich die Gefahr, dass unser Knochen bricht. Gesundheitsorientiertes Bewegungstraining Schweiz gibt Ihnen wieder ihre Kraft & Kontrolle über ihren Körper. Das Risiko von Stürzen & Knochenbrüchen sinkt erheblich.
  • Sie verhindern Knochenschwund (Osteoporose) – nicht nur unsere Muskeln & Sehnen, sondern auch unsere Knochen reagieren auf dosierten Widerstand, indem sie stärker werden.
  • Sie erholen sich schneller – das Kraft u. Bewegungstraining  stimuliert den Aufbaustoffwechsel. Damit verkürzt sich unsere Rehabilitationszeit, z.B. nach Operationen, beträchtlich.

Nutzen Sie das Kraft und Beweglichkeitstraining in Sankt Gallen

Physiotherapie Actiway bietet Kraft und Beweglichkeitstraining in St. Gallen für Menschen, welche sich in jedem Alter fit u. gesund halten wollen. Gesundheitsorientiertes Bewegungstraining Schweiz enthält Übungen mit dem Pezziball u. dem Theraband. Diese Kleingeräte tragen zu einem koordinativen sowie funktionellen Bewegungstraining bei. Dabei wird keines ihrer Körperteile verschont & selbst unsere Tiefenmuskulatur wird angeregt. Ein Präventionstraining um seine Beweglichkeit zu trainieren.

Ein abgestimmtes Anspannungs- & Entspannungsprogramm ist ein weiterer Bestandteil des Kurses. Das Kraft und Beweglichkeitstraining in St. Gallen findet in kleinen Gruppen von maximal vier Personen statt. Die Ziele der Beweglichkeitsübungen sind eine Verbesserung unserer Ausdauer, Steigerung unserer Kraft u. Beweglichkeit für den Rücken u. unserer Extremitäten, sowie des Gleichgewichtes. Auch wenn sie an Erkrankungen wie zum Beispiel Osteoporose, Arthrose oder länger andauernden subakuten Rückenbeschwerden leiden, sind sie bei uns gut aufgehoben, da wir das Kraft und Beweglichkeitstraining in St. Gallen ganz genau an ihre Beschwerden anpassen.

Das Kraft und Beweglichkeitstraining in Sankt Gallen besteht aus individuellen & auf ihre Beschwerden abgestimmten Beweglichkeitsübungen mit & ohne Trainingsgeräte. Für das gesundheitsorientierte Bewegungstraining am Gerät stehen Ihnen hochwertige Rehageräte der Firma Frei zur Verfügung. Die Einweisung sowie Erstellung eines auf Sie abgestimmten Trainingsplanes, wird durch einen erfahrenen Physiotherapeuten durchgeführt & dauert 1 mal 60 Minuten. Dieser wird stetig an ihre Ansprüche & Fortschritte angepasst.

Übrigens…

Jegliche Leistungen für gesundheitsorientiertes Bewegungstraining Schweiz werden durch die Schweizer Krankenkasse getragen. Bei abweichenden Leistungen werden Sie durch Ihren Therapeuten aufgeklärt. Sie haben natürlich auch die Möglichkeit, alle Leistungen selbst zu bezahlen.

Gesundheitsorientiertes Bewegungstraining Schweiz online oder telefonisch unter Tel.: 071/52 52 502 oder einfach eine Email an kontakt@actiway.ch